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Full text of "Der Ritterorden vom Heiligen Grab - ein Almanach"

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Der Ritterorden vom Heiligen Grab 



Ein Almanach 




Edwin Gräupl 



2011 ©Edwin Gräupl 



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Contents 



1 2010 7 

1.1 März 7 

Wesen des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und Aufgaben seiner Mitglieder 

(2010-03-17 11:39) 7 

Geschichte des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (2010-03-18 00:35) .... 8 

Das Jerusalemkreuz (2010-03-18 01:14) 9 

Geschichte des Ritterordens vom Heiligen Grab in Osterreich (2010-03-18 01:21) .... 9 

Das Lateinische Patriarchat (2010-03-18 03:57) 16 

Ein Informationsblatt zum Ritterorden vom Heiligen Grab in Österreich-Ungarn aus dem 

Jahre 1880 (2010-03-18 08:45) 16 

Ein Brief des Patriarchen Vincento Bracco vom 8. April 1884 an Sebastian Brunner 

(2010-03-18 08:56) 18 

Ritterdiplom des Zisterziensers Hugo Presch (1901) (2010-03-18 10:37) 21 

Münze Karls I von Anjou (um 1280) (2010-03-18 10:43) 21 

Ritterorden vom Heiligen Grab im Mittelalter und heute (2010-03-19 08:45) 22 

Ordensdesign im Wandel der Zeit (Sebastian Brunner) (2010-03-21 06:12) 25 

Siegel des Lateinischen Patriarchates (2010-03-21 06:27) 26 

Informationsquelle (Guy Stair Sainty) (2010-03-23 03:02) 27 

Philipp II von Spanien und der Ritterorden vom heiligen Grab (2010-03-23 03:27) ... 27 

1.2 April 27 

Das Ritterideal des Mittelalters (2010-04-01 00:48) 27 

Sakristei der Grabeskirche (2010-04-01 00:53) 28 

Ein Habsburger als Statthalter in Ungarn (2010-04-01 00:56) 29 

Der Heilige Stuhl und die orientalischen Christen (2010-04-01 11:08) 29 

Johann I. von Brienne (2010-04-02 07:05) 29 

Herzog Ernst der Eiserne (Ernestus Ferreus) (2010-04-02 07:10) 30 

Zedlers Universallexikon (1750), Artikel über die Ritter vom Heiligen Grab 

(2010-04-02 07:27) 31 

Das Heilige Grab (2010-04-03 05:41) 31 

Heraldik des Ritterordens vom Heiligen Grab (2010-04-05 08:13) 32 

Nürnberger Patrizier als Ritter vom Heiligen Grab (2010-04-07 03:43) 33 

3 



Pfalzgraf Ottheinrich (2010-04-07 04:06) 34 

Der Gobelin Ottheinrichs (2010-04-07 07:09) 35 

Weihbischof Hermann Zschokke (2010-04-08 02:29) 35 

Päpstliche Dokumente bezüglich des Ritterordens vom Heiligen Grab (2010-04-08 04:07) 36 

Der Typus des Ritters in der Spätantike (Kataphraktos und Kontophoros) 

(2010-04-10 06:47) 36 

Investitur in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem (2010-04-13 04:57) .... 37 

Papst Johannes Paul II in Jerusalem (2010-04-13 05:02) 38 

Kardinal Großmeister Nicola Canali (2010-04-14 07:11) 38 

Wappenregelung für Damen und Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem (2010-04-15 07:47) 40 

Die Kardinal Großmeister des Ritterordens vom heiligen Grab zu Jerusalem 

(2010-04-16 10:02) 41 

Eine Salzburger Delegation bei Kardinal Großmeister Canali (12. Oktober 1953) 

(2010-04-16 10:16) 42 

1.3 Mai 42 

Tagung des Großmagisteriums (22. bis 24. April 2010) (2010-05-03 02:07) 42 

Bartolo Longo (2010-05-04 02:16) 44 

Maria, Königin von Palästina (2010-05-04 03:28) 45 

Ildefons Kardinal Schuster (2010-05-06 09:02) 46 

Ordensprominenz des Ritterordens vom Heiligen Grab in Salzburg (2010-05-12 06:38) . 46 

Fernando Michelini (* 1917) (2010-05-13 07:23) 47 

Päpstliche Urkunde zu "Maria, Königin von Palästina" im Bild (2010-05-13 07:41) ... 48 

Damen in den päpstlichen Ritterorden (2010-05-15 08:01) 49 

Das österreichische Damenproblem (2010-05-20 02:28) 50 

Der Ritterschlag im Heiligen Grab zu Jerusalem (2010-05-27 09:46) 51 

Das Heilige Grab in der Grabeskirche von Jerusalem um 1486 (2010-05-27 10:18) .... 52 

Basilica und Heiliges Grab zur Zeit Kaiser Konstantins (2010-05-28 02:23) 52 

Investitur der Grabesritter in Rom (2010-05-30 06:16) 53 

1.4 Juni 54 

Vereinigungen päpstlicher Ritter (2010-06-17 01:43) 54 

Projekte im Heiligen Land (2010-06-17 02:02) 55 

Grabesritter im Facebook (2010-06-17 02:10) 56 

Sauf Onofrio al Gianiculo (2010-06-22 01:23) 56 

"Consulta" des Ritterordens vom Heiligen Grab 1950 (2010-06-22 01:37) 58 

Heiliges Jahr 1934 (2010-06-22 11:08) 58 

1.5 Juli 59 

Die goldene Rose (2010-07-31 12:40) 59 

1.6 August 60 

Kardinal- Großmeister Maximilian de Fürstenberg (2010-08-01 01:50) 60 

4 



Kardinal-Großmeister Giuseppe Caprio (2010-08-02 01:20) 61 

Kardinal-Großmeister Carlo Furno (2010-08-03 02:09) 62 

1.7 September 63 

Kardinal-Großmeister Eugene Tisserant (2010-09-07 10:48) 63 

1.8 Oktober 64 

Erzbischof Cardinale (2010-10-16 07:39) 64 

Der Heilige Stuhl und seine Ritter (2010-10-17 06:20) 66 

1.9 Dezember 66 

Privilegien eines Ritters vom heiligen Grab (2010-12-11 02:00) 66 

Protokollarische Präzedenz (2010-12-11 02:28) 67 

Pflichten eines päpstlichen Ritters (2010-12-19 10:21) 68 

2 2011 69 

2.1 Januar 69 

Leistungsbilanz der Grabesritter 2010 (2011-01-19 06:11) 69 

2.2 Februar 69 

Internationalität der Ordensleitung (2011-02-14 05:55) 69 

Der diplomatische Dienst des Heiligen Stuhls (2011-02-14 06:27) 70 

Der Ritterorden vom Heiligen Grab in You Tube (2011-02-15 01:05) 71 

Benedikt XVI am Heiligen Grab (im Jahre 2009) (2011-02-15 01:08) 71 

2.3 März 72 

Rücktritt des Kardinal-Großmeisters (2011-03-02 02:02) 72 

2.4 April 72 

Patriarch Valerga in Köln 1867 (2011-04-16 10:19) 72 

Jakob Hermens (2011-04-17 08:15) 75 

Bonifaz von Ragusa (2011-04-17 13:40) 77 

Genevieve Garvan Brady (2011-04-27 06:31) 79 

2.5 Mai 80 

Gobelins im Patriarchenpalast in Jerusalem (2011-05-21 01:35) 80 

Ordensprominenz im Palazzo della Rovere (2011-05-21 01:36) 81 

Kalligraphie am Beispiel der Bulle Religiosissimo a monumento von Johannes XXIII 

(2011-05-21 01:37) 82 

Kustodie des Heilgen Landes (2011-05-21 01:38) 82 

Insignie (2011-05-21 04:46) 83 

Hoogstraten - Kapitel in der Katharinenkirche (2011-05-21 10:31) 84 

Kaiser Friedrich III (2011-05-26 06:09) 84 

Johann I. von Brienne als typischer Vertreter seiner Epoche (2011-05-28 01:56) 85 

Grabesritter in Spanien (2011-05-28 03:34) 86 

2.6 Juni 86 

5 



Ulrich Ketzel (2011-06-06 02:29) 86 

2.7 August 87 

Bernhard von Clairvaux (2011-08-22 02:19) 87 

Der heilige Georg (2011-08-29 10:00) 89 

Krise der Ritterorden? (2011-08-29 10:17) 89 

Erzbischof Edwin Frederick O'Brien Pro-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab 

zu Jerusalem (2011-08-29 10:19) 90 



Chapter 1 



2010 



1.1 März 

Wesen des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und Aufgaben seiner Mit- 
glieder (2010-03-17 11:39) 




[1] 

Ich habe mich dafür entschieden, diese Information aus Bausteinen zu erstellen, die in den Aufnah- 
mevorschriften des Ordens, die im Dezember 2004 vom Kardinal Großmeister erlassen worden sind, zu 
finden sind (jeweils kursiv gesetzt). 

Das im Statut (Abschnitt I, Artikel 2) gesetzte Ziel der Vertiefung des christlichen Lebens der Ordens- 
mitglieder und der Hilfe für die Christen des Heiligen Landes wird in den Aufnahmevorschriften für die 
Kandidaten deutlich formuliert: 

Die Aufnahmekandidaten müssen sich durch regelmäßige Glaubenspraxis, durch einen sittlich einwand- 
freien Lebenswandel und durch ihren Einsatz in der Kirche auf Gemeinde- oder Diözeseebene sowie durch 
ihre erwiesene Bereitschaft zur Nächstenliebe auszeichnen und müssen außerdem die Absicht belegen, den 
Bedürfnisses und Problemen des Heiligen Landes ihre aktive Aufmerksamkeit zu widmen 
An Stelle einer langen und historisch ausgefeilten Darlegung über den Orden wird kurz und präzise fest- 
gestellt: 

Der Orden ist eine öffentliche, vom Apostolischen Stuhl errichtete Vereinigung von Gläubigen und der 
einzige Ritterorden unter dem Schutz des Heiligen Stuhls. Seit Jahrhunderten spielt er eine aktive Rolle 
zu Gunsten der christlichen Präsenz im Heiligen Land, indem er u.a. dank des Engagements seiner Mit- 
glieder die Einrichtungen des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem unterstützt. 
Besonders deutlich wird die Abgrenzung zwischen Dekoration und Verpflichtung formuliert: 
Unser Orden verleiht keine Ehrenzeichen, sondern fordert von seinen Mitgliedern eine lebenslange 
Verpflichtung zur Vertiefung des christlichen Lebens und zur ständigen, tätigen Nächstenliebe gegenüber 
dem Heiligen Land. 

In einer Ausfaltung dieser „lebenslangen Verpflichtung" wird von allen Damen und Rittern des Ordens 

gefordert: 

Für die Qualifikation als Ordensmitglied maßgeblich ist die besondere Verantwortung im öffentlichen 

Auftreten, dem die christliche Sittenlehre und die Befolgung äußerster Verhaltenskorrektheit innerhalb 

der Familie, am Arbeitsplatz und in der jeweiligen Gemeinschaft, zugrunde gelegt werden muss. 

Ihrem Wesen nach erfordert die Zugehörigkeit zum Orden die Verpflichtung zu Loyalität und Gehorsam 

gegenüber der Ordensleitung und seinen nationalen und örtlichen Organen. 

7 



Die Mitgliedschaft im Orden beinhaltet eine Verpflichtung zur Teilnahme an den spirituellen und re- 
ligiösen Veranstaltungen, die auf Komturei, Provinz- und Statthaltereiebene organisiert werden. 
Die Teilnahme an einer Pilgerreise ins Heilige Land ist im Leben jedes Ritters und jeder Dame von großer 
Wichtigkeit, und jedes Mitglied sollte mindestens ein Mal im Leben eine solche Pilgerreise absolvieren. 
Dem Orden anzugehören bedeutet auch, einen finanziellen Beitrag für die Kostenverpflichtungen der 
Statthalterei (Komturei) durch eine pünktliche Überweisung des empfohlenen Jahresopfers zu leisten. 
Die Zugehörigkeit zum Orden beinhaltet weiterhin die Verpflichtung, im Rahmen der eigenen 
Möglichkeiten zu den vom Großmagisterium unternommenen und in der Satzung vorgesehenen Initiativen 
beizutragen, um den kulturellen, karitativen und sozialen Werken der Katholischen Kirche im Heiligen 
Land beizustehen und behilflich zu sein, mit besonderem Augenmerk auf die des Lateinischem Patriarchats 
von Jerusalem, zu der der Orden traditionelle Beziehungen unterhält. 

In großer Deutlichkeit wird vom Kandidaten eine eidesstattliche Erklärung bei der feierlichen Vigil ver- 
langt, worin er bestätigt, 

dass ein künftiges sittliches oder soziales Fehlverhalten seinerseits zum Ausschluss aus dem Orden führen 
kann. 

dass sein feierliches Versprechen vor dem Allmächtigen bei der Investitur einen Treueid zu Christus und 
zu seiner Kirche, sowie Anerkennung und Gehorsam gegenüber der Ordenssatzung und gegenüber den 
rechtmäßig eingesetzten Amtsträgern des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, dessen Ritter er 
sein wird, bedeutet. 

Ich glaube, dass damit in unübertrefflicher Klarheit und Kürze das Ziel des Ordens und der Anspruch an 
seine Mitglieder von der Ordensleitung festgeschrieben wurde. 

Wir dürfen aber den Orden nicht isoliert sehen, sondern müssen seine Einbettung in die katholische Welt, 
insbesonders in die Gruppe der karitativen Organisationen beachten. 
Daher sei noch ein Zitat aus „Deus Caritas est" angefügt: 

35. Dieses rechte Dienen macht den Helfer demütig. Er setzt sich nicht in eine höhere Position dem 
andern gegenüber, wie armselig dessen Situation im Augenblick auch sein mag. Christus hat den letzten 
Platz in der Welt — das Kreuz — eingenommen, und gerade mit dieser radikalen Demut hat er uns erlöst 
und hilft uns fortwährend. Wer in der Lage ist zu helfen, erkennt, daß gerade so auch ihm selber geholfen 
wird und daß es nicht sein Verdienst und seine Größe ist, helfen zu können. Dieser Auftrag ist Gnade. 
Je mehr einer für die anderen wirkt, desto mehr wird er das Wort Christi verstehen und sich zueignen: 
„Unnütze Knechte sind wir" (Lk 17, 10). Denn er erkennt, daß er nicht aufgrund eigener Größe oder 
Leistung handelt, sondern weil der Herr es ihm gibt. Manchmal kann ihm das Übermaß der Not und die 
Grenze seines eigenen Tuns Versuchung zur Mutlosigkeit werden. Aber gerade dann wird ihm helfen zu 
wissen, daß er letzten Endes nur Werkzeug in der Hand des Herrn ist, er wird sich von dem Hochmut 
befreien, selbst und aus Eigenem die nötige Verbesserung der Welt zustande bringen zu müssen. Er wird 
in Demut das tun, was ihm möglich ist und in Demut das andere dem Herrn überlassen. Gott regiert die 
Welt, nicht wir. Wir dienen ihm nur, soweit wir können und er uns die Kraft dazu gibt. Mit dieser Kraft 
freilich alles zu tun, was wir vermögen, ist der Auftrag, der den rechten Diener Jesu Christi gleichsam 
immerfort in Bewegung hält: „Die Liebe Christi drängt uns" (2 Kor 5, 14). 

1. http ://l. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S6IPw79RlEI/AAAAAAAAACc/2Ztzu-luSmM/sl600-h/Boullion. jpg 



Geschichte des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem (2010-03-18 00:35) 

Der Orden hat zwei historische Wurzeln: Einmal das von Gottfried von Bouillon 1099 begründete 
Domkapitel der Grabeskirche in Jerusalem mit dem Lateinischen Patriarchen an seiner Spitze. Das 
Kapitel vom Heiligen Grab wurde von weltlichen Rittern unterstützt, bildete jedoch keinen Ritterorden, 
der etwa den Johannitern vergleichbar gewesen wäre. 

Mit dem Ende des christlichen Königreichs von Jerusalem erlosch das Lateinische Patriarchat und die 
Franziskaner vertraten in seiner Nachfolge die päpstliche Autorität im Lande. Es entstand der seit 1333 
bezeugte Brauch adeliger Jerusalempilger, sich in der Grabeskirche zum Ritter schlagen zu lassen. 1496 

8 



wurde dem Franziskaner-Guardian in Jerusalem vom Papst das Privileg verliehen, daß er und nur er[l] 
Ritter vom Heiligen Grab ernennen dürfe. Dies ist die zweite Wurzel des Ordens. 

Papst Pius IX erneuerte 1847 das Lateinische Patriarchat und übertrug dem ersten Patriarchen der 
Neuzeit wieder das alleinige Recht der Ritterernennung. Seit damals besteht der Ritterorden vom Heili- 
gen Grab zu Jerusalem (in seiner Verfassung mehrfach erneuert) als eigenständige juristische Person des 
Kirchenrechts unter der Oberhoheit des Heiligen Stuhls. In Anknüpfung an die Ursprungstradition sind 
die Kanoniker des Kapitels der Grabeskirche immer auch Ritter des Ordens. Wenig bekannt ist, daß 
derzeit nur mehr zwei aktive Ritterorden existieren, die vom Heiligen Stuhl anerkannt sind, nämlich die 
Grabesritter und die Malteser. 

[2]Heute umfaßt der Orden etwa 25 000 Personen in der ganzen Welt, Damen und Ritter, die sowohl 
Kleriker als auch Laien sein können. Er steht unter der Leitung eines Großmeisters (derzeit Kardinal 
Foley), der vom Heiligen Vater aus den Reihen der Kardinäle ernannt wird und in Rom residiert. Der 
jeweilige Lateinische Patriarch von Jerusalem (derzeit Fouad Twal) ist in bewußter Fortsetzung der Ur- 
sprungstradition Großprior des Ordens. In den verschiedenen Staaten der Erde bestehen derzeit rund 50 
Statthaltereien, die wieder in Komtureien gegliedert sind. 

Die offizielle Website des Ritterordens hat dazu Informationen: [3] http://www.vatican.va/roman _cu- 
ria/institutions _connected/oessh/index _en.htm 

1. http : //www . graeupl . net/ÜESSH- Archiv/Homepage2002/Ritter . htm 

2. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844 

3. http://www.vatican.va/roman_curia/institutions_connected/oessh/index_en.htm 



Das Jerusalemkreuz (2010-03-18 01:14) 




[1] 

Auf dieser Münze des Königs Heinrich II von Zypern (aus dem Hause Lusignan) findet man um 1250 
eine der frühesten Verwendungen des sogenannten Kreuzes des Gottfried von Bouillon als Wappen des 
Lateinischen Königreiches. Gottfried selbst hat es nicht gekannt oder gebraucht, 
(siehe http://www.amuseum.org/book/page23.html) 

1. http : III . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S6Hf peAhDMI/AAAAAAAAACE/3gRtrd90bcE/sl600-h/HeinrichII .jpg 



Geschichte des Ritterordens vom Heiligen Grab in Österreich (2010-03-18 01:21) 

Der erste Lateinische Patriarch der Neuzeit Josephus Valerga erhielt von Papst Pius IX das Recht zur 
Ernennung von Rittern des Heiligen Grabes, das bisher der Kustos der Franziskaner im Heiligen Land 
besessen hatte. Valerga bemühte sich auf einer Reise durch die europäischen Staaten im Sommer 1867 die 
Anerkennung des neu geordneten Ritterordens zu erreichen. In weiterer Folge ernannte er für die Angele- 
genheiten des Ritterordens erstmals persönliche Vertreter (Procuratoren, Baillies) in den Hauptstädten 
der Welt, darunter 1880 in Wien: 

9 



[1] 




Protonotar Dr. Sebastian Brunner (*1814,+1893), Großmeister - Procurator 1880 - 1893 
Sebastian Brunner wurde in Wien am 10. Dezember 1814 geboren, Priesterstudium, Dr. phil. et. 
theol., Kaplan, 1848 Gründer der "Wiener Kirchenzeitung", 1853 Prediger an der Universitätskirche. Er 
wurde Apostolischer Protonotar, infulierter Prälat, Domherr von Albano, Conte romano, Großmeister - 
Procurator (1880) und Großkreuz des päpstlichen Ordens vom Heiligen Grab und fürsterzbischöflicher 
Consistorialrat. Verstorben am 26. November 1893 in Wien. 



[2] 




Nach Brunners Tod wurden seine Aufgaben u. a. von Weihbischof Godfried Marschall (*1840,+1911), 
später von Weihbischof Hermann Zschokke (*1838,+1920) wahrgenommen. 

10 




[3] 

Später war es Franz Fellinger (*1865,+1940), geborener Oberösterreicher, der als Weihbischof des 
Lateinischen Patriarchates in Jerusalem viele Kontakte nach Osterreich knüpfte. 

Im Anschluß an die erste internationale Konferenz des Ritterordens (Jerusalem, September 1932) wurde 
mit Wirkung vom 1. Jänner 1933 für Österreich erstmals ein "Statthalter" des Ritterordens vom Heiligen 
Grabe zu Jerusalem ernannt. 




[4] 

Gustav Heinrich Maria Graf Sizzo de Noris (*1873,+1943), Statthalter 1933 - 1943 
Gustav Graf Sizzo de Noris bildete seinen Statthaltereirat aus folgenden Personen: Prälat Protonotar Dr. 
Franz Hlawati (investiert 1934), Angelus (Angelo) von Eisner - Eisenhof (investiert 1917 in Jerusalem), 
Dr. Heinrich Höfmnger (investiert 1913 in Jerusalem), Oberst im Generalstab a. D. Walter Adam (in- 
vestiert 1936) und Dr. Franz Graf Montjoye-Vaufrey (investiert 1936). 

Bedingt durch Krankheit und häufige Abwesenheit des Statthalters von Wien führte meist der Großprior 
Prälat Dr. Franz Hlawati die Geschäfte der Ordensleitung. So ist etwa ein Aufruf in den Kirchenzeitun- 
gen zu nennen, Ritter vom Heiligen Grabe mögen sich melden, damit sie durch die Statthalterei erfasst 
werden könnten. 

In dieser Epoche entfaltete der Ritterorden allerdings kaum weitere Aktivitäten. Bemerkenswert ist 
lediglich die Aufnahme des damaligen Bundespräsidenten Miklas mit seiner Frau, sowie die von Kardinal 
Innitzer in den Orden. 



11 




[5] 

Dr. Heinrich Höfflinger (*1882,+1963), 1943 - 1949 kommissarischer 
Statthalter, 1949-1951 Regent 

In den politischen Wirren und Katastrophen der folgenden Jahre wurde nach dem Tode des Statthal- 
ters Sizzo de Noris (Großprior Hlawati war 1940 verstorben) kommissarisch Dr. Heinrich Höfflinger 
(wahrscheinlich 1943 von Patriarch Barlassina) zum Statthalter bestimmt. Er hatte 1913 als k.u.k. Of- 
fizier in Jerusalem den Ritterschlag erhalten. Der Heiligenkreuzer Pater Hugo Presch OCist (bereits 1901 
in den Ritterorden aufgenommen) stand ihm als provisorischer Großprior zur Seite. In dieser Zeit wurden 
keine Ritter oder Damen in den Ritterorden neu aufgenommen und investiert. 

Nach dem Krieg übernahm der bisherige Kardinal-Protektor Canali die Leitung des Ordens als Kardinal- 
Großmeister. Der Einfluß des Lateinischen Patriarchen (nach dem Tod Barlassinas folgte Gori), der 
bisher den Orden geleitet hatte, wurde stark eingeschränkt. Kardinal Canali stufte Dr. Höfflinger jetzt 
neu und niedriger als Regent ein. Die Statthalterei wurde damit zur Regentschaft, was in der heutigen 
Terminologie Magistraldelegation heißt und eine provisorische Statthalterei bedeutet. 



[6] 




Primarius Hofrat Univ. Prof. Dr. Erwin Domanig (*1898,+1985), 1951 - 

1954 Regent, Statthalter 1954 - 1961 

1951 bestimmte Kardinal-Großmeister Canali auf Betreiben des Schweizer Prälaten Oesch nunmehr den 

Salzburger Primararzt Dr. Domanig zum neuen Regenten und ernannte ihn 1954 zum Statthalter. Do- 

12 



manig begann neue Ritter in den Orden aufzunehmen. Damit schuf er die Grundlage für alle kommenden 

Aktivitäten. Er errichtete ab 1954 erstmals Komtureien (Salzburg, Wien, Linz, Graz) , in denen die 

Ritter lokal organisiert wurden. Er hatte dabei nicht nur viele organisatorische Probleme zu überwinden, 

sondern mußte sich heftigen Diskussionen über Grundsatzfragen (insbesonders mit seinem Kanzler Dr. 

Stepan) stellen. 

Erwin Domanig kann somit als der eigentliche "Gründervater" der gegenwärtigen österreichischen 

Statthalterei gesehen werden. 

Nach dem Rücktritt Domanigs (durch den Tod von Kardinal Canali war sein Amt nach damaligem 

kanonischen Recht erloschen) leitete Großprior Fürsterzbischof DDR. Rohracher den Ritterorden. Seinen 

Bitten um Ernennung eines neuen Statthalters wurde vom neuen Kardinal-Großmeister Tisserant erst 

nach zwei Jahren entsprochen, was den Erzbischof sehr verärgerte. 




Dkfm. Konrad Königswieser (*1903,+1967), Statthalter 1963 - 1967 

Endlich gab Kardinal-Großmeister Tisserant den Bitten von Fürsterzbischof DDR. Rohracher nach und 
ernannte wunschgemäß den Grazer Dkfm. Königswieser zum Statthalter. Dieser bemühte sich, die Or- 
ganisation weiter zu festigen und das nachzuholen, was seiner Meinung nach bisher versäumt worden 
war. Er erreichte die staatliche Anerkennung der Statthalterei als juristische Person und begann mit dem 
Aufbau eines Archives (Archivar: Technischer Rat Prof. Ing. Sagoschen). 

In seine Amtszeit fiel die überaus festliche Feier des 80. Geburtstages von Kardinal Tisserant, zu der er 
mit seinem Vorgänger Domanig und seinem späteren Nachfolger Dr. Schuster nach Rom reiste. Nicht nur 
aus diesem Anlaß scheint die österreichische Kritik am "kirchlichen Prunk" ein Hauptthema im Orden 
dieser Zeit gewesen zu sein, was man ausführlich nachlesen kann. 




[8] 

Rechtsanwalt Dr. Julius Schuster (*1921,+1995), Statthalter 1967 - 1990 

In den 23 Jahren seiner Tätigkeit als Statthalter führte "Ulli" Schuster den österreichischen Ritterorden 

aus den Anfangswirren in die Normalität. Als Großprior unterstütze ihn zuerst Weihbischof Dr. Wein- 



13 



bacher. Ab 1983 übernahm Abtprimas Prälat Gerhard Koberger dieses wichtige Amt. 

Die Komtureien Innsbruck und Bregenz entstanden in seiner Amtszeit. Es gelang ihm insbesonders 

durch seine perönlichen Kontakte zum früheren französischen Statthalter Prinz Xavier Bourbon-Parma 

und zu dem späteren Generalstatthalter Fürst Paolo Massimo-Lancelotti das internationale Ansehen der 

österreichischen Statthalterei sehr zu steigern. 

Auch die großen und prächtigen "Drei-Länder- Investituren" in Salzburg (von Peter Wagner organisiert), 

jeweils mit Freude vom Kardinal Großmeister de Fuerstenberg besucht, wirkten in diese Richtung. 

Unvergesslich ist sein erfolgreicher Einsatz (zusammen mit Prof. Dipl. Ing. Kurt Stögerer und RA Prof. 

Dr. Franz Eckert) für die Rückgewinnung des österreichischen Hospizes in Jerusalem, woran dort auch 

eine Gedenktafel erinnert. Auf Anregung des Patriarchen Beltritti begann er (wiederum mit Stögerer 

und Eckert) die Partnerschaft mit der katholischen Pfarre in Gaza zu entwickeln, wobei - wesentlich mit 

österreichischer Hilfe - "unsere" Schule in Gaza erbaut wurde. 

Sein erfolgreiches Wirken im Orden - nach seiner Tätigkeit als Statthalter auch im Großmagisterium - 

wurde durch seine Ernennung zum Kollarritter glanzvoll gewürdigt. 




[9] 

Prof. Dipl. Ing. Kurt Stögerer (*1923,+1992), Statthalter 1990 - 1992 

In seiner (bedingt durch eine Herzerkrankung) allzu kurzen, aber dafür sehr verdienstvollen Amtszeit 
gründete er die Komtureien St. Polten, Eisenstadt und Klagenfurt. Abt Alois Stöger von Wilten un- 
terstützte ihn als Großprior in seiner Arbeit 




[10] 

Dkfm. Dr. Otto Kaspar (*1936), Statthalter 1992 - 2000 

14 



Otto Kaspar, der nach dem plötzlichen Tod Kurt Stögerers zum Statthalter ernannt worden war, bemühte 
sich erfolgreich, die Ansätze seiner Vorgänger fortzuführen. Er festigte den Aufbau der neu gegründeten 
Komtureien, gründete noch Baden - Wiener Neustadt dazu und verstärkte die Unterstützung der Pfarre 
in Gaza. Es gelang ihm, das Image des Ritterordens erstmals in der österreichischen Öffentlichkeit erfol- 
greich aufzubauen. Dazu 

intensivierte er die Berichterstattung über den Orden, intern durch die Quartalsinformationen, nach 
außen hin durch regelmäßige Pressekonferenzen. 

Otto Kaspar gründete auch die "Gaza- Stiftung", um damit für die Unterstützung und den Aufbau der 
Wirtschaft in Palästina ein geeignetes Instrument zum Fundraising zu haben. 

Seit 1996 übt Propst Mag. Maximilian Fürnsinn von Herzogenburg die Funktion des Großpriors bis heute 
aus. Besonders lag Otto Kaspar der persönliche Kontakt zu den Christen im Heiligen Land am Herzen, 
sei es durch Besuch oder durch die von ihm sehr geförderte Familienbetreuung in Gaza. 
Otto Kaspar ist heute als Mitglied des Großmagisteriums in der römischen Ordensleitung sehr engagiert 
tätig. 




[11] 

Hofrat Mag. Edwin Gräupl (*1941), Statthalter 2000 - 2008 

Sein Ziel war es, das Leben in den Komtureien zu fördern und sich autonom entwickeln zu lassen, die tradi- 
tionellen österreichischen Hilfsprogramme für die Menschen im Heiligen Land effektiv(er) weiterzuführen 
(wozu er die "Heilig-Land-Kommission" gründete) und den römischen Aufträgen nachzukommen. Waren 
die beiden ersten Ziele leicht zu verwirklichen, so konnte er manche Neuregelung der römischen Orden- 
sregierung nur mit Emotion in Osterreich realisieren. Unter seiner Leitung wuchs die Statthalterei um 120 
Personen (mit den bewilligten 26 Kandidatinnen und Kandidaten für die Investitur 2009 sogar uml46). 
Auch die finanzielle Lage der Statthalterei besserte sich sehr; Edwin Gräupl konnte die Beiträge für das 
Heilige Land mehr als verdoppeln. 

Ebenso gelang es ihm das nationale und internationale Ansehen der österreichischen Statthalterei sehr 
postiv weiter zu entwickeln. 

Durch irreguläre Interventionen um seine Nachfolge verzögerte sich seine Amtsübergabe um einige Monate 
bis Ende November 2008. Noch vorher nahm im September 2008 der neuer Großprior, S.E. Erzbischof 
Dr. Alois Kothgasser, seine Arbeit auf. 

1. http : //l . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/TA-dM6JoYsI/AAAAAAAAALY/HpS2zuUJ_54/sl600/Brunner2 . jpg 

2. http : //3 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/TA-ddCA9uOI/AAAAAAAAALg/Vc_a6m3PpnM/s 1600/Zschokke4 .jpg 

3. http : I II . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/TA-dxzBVduI/AAAAAAAAALw/457nHQRB6QM/sl600/FranzFellinger .jpg 

4. http : //3 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/TA-dj iq6UDI/AAAAAAAAALo/EPg3h-bbi8q/sl600/Sizzo2 .jpg 

5. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TA-eNBx0FoI/AAAAAAAAAL4/2wSqC5WP_yI/sl600/Hoef flinger2.jpg 

6. http : I II . bp .blogspot . com/_f v8pI14blgM/TA-f iZQf abI/AAAAAAAAAMw/oHUr5-n0snQ/sl600/Domanig2 . jpg 

7. http : 113 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/TA-f qCuRDCI/AAAAAAAAAM4/tf dhcGJ0Rzg/sl600/Koenigswieser2 .jpg 

15 



8. http ://2. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TA-fXks-5oI/AAAAAAAAAMo/sT-P5e05Zoo/sl600/Schuster2. jpg 

9. http ://2. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TA-fStYSjlI/AAAAAAAAAMg/LMrBjtqbhr8/sl600/Stoegerer2. jpg 

10. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TA-fLiSY4LI/AAAAAAAAAMY/aHJKcDj6dcE/sl600/Kaspar2. jpg 

11. http ://3. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TA-fFYHlxI/AAAAAAAAAMQ/LFVwlLC4fSA/sl600/Edwin2. jpg 



Das Lateinische Patriarchat (2010-03-18 03:57) 



Das Lateinische Patriarchatwurde 1099 im Rahmen des ersten Kreuzzuges gegründet. Nach dem Fall des 
Lateinischen Königreichs wurde sein Amtssitz von Jerusalem zuerst nach Akko und dann über Zypern 
und Perugia in Italien nach Rom verlegt. Es existierte in Italien lediglich formal und ohne jede seel- 
sorgliche Kompetenz für das Heilige Land. Der Heilige Stuhl hatte inzwischen den Franziskanern die 
Betreuung der heiligen Stätten und der lateinischen Christen in Palästina anvertraut. 
Im Jahre 1847 errichtete Pius IX das Lateinische Patriarchat neu. Heute hat diese Diözese etwa 70.000 
Gläubige in Zypern, Israel, Palästina und Jordanien. Diese werden in 64 Pfarren von 85 Priestern betreut. 
Ein zentraler Schwerpunkt des Patriarchates ist traditionell sein Schulwesen. In 44 Schulen werden 22.000 
Schülerinnen und Schüler (70 % Christen, 30 % Muslime) erzogen. Die Einrichtugen der Franziskaner 
existieren - wie die vieler anderer Orden - so, wie auch anderswo Orden ihre Sitze in Diözesen haben. 
Das Patriarchat het eine informative Website: [l]http://www. lpj.org/ 



[2] 




1. http://www.lpj.org/ 

2. http ://l. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S6IIK5wVufI/AAAAAAAAACM/cgWYW_MeqiY/sl600-h/logo-diocesi. gif 



Ein Informationsblatt zum Ritterorden vom Heiligen Grab in Österreich-Ungarn aus 
dem Jahre 1880 (2010-03-18 08:45) 



(Auf das Bild klicken!) 



16 












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Bezüglich äes Wmtim m liefen Grate. 

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11 

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- im min üi fjin lw>l3 iU Jtümul'd-ori'Fivi ruinfhitn njauL iit ixüi jntti Jw (lrcm=t»lir.ir IJ*Sttüs 

\ !*tfl Ht!l= AfofüHr äntän^i uamcti *£f*iL; fi Avm pfül führt?, t*llHHS dranttri ftrt, Jft &f |l£H üfc* Jfl(hfc<ü3j«iT 

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, :ln4pth Hl Kit«. «Intr Eridit rin." — Der. Ordda cufhLf v(a |ft tu mm Id. JilrlDltrta Tjr*h[(*jf 
3,tt5iltn dunb. Ei ii! micbBuirir™, diu Ml*p •detjjtn Füg™ im l*fl[gtn0rtW Jtr |:Ht*riJhtn; rr11*il( wttdr, 
VuUim Fini ]J£. im Jährt 1*4? ±U Pirriirfiir n J(«iu]«q »ifjir bttgMteük «dldt nj;h 
J'lUgltlä d*S jutllljpti 7*ttr|»d,(t r« JtrtnJtni dis- Gniintiiterilirdf dB hö. Gnlradiraj Tcrlwbin. 

Im. liijt ]JSj erli* 11 Km TY r im SU- JJUatt rin ErtH (alrT dam Sircri du FiKhurä^a) In 
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^ Pip! nHllmml*. fJ 11.11t rcin. gut in nicht eu Kinn Clutt «a JihtHli l»ÖM«k «bdttn « J*]L neb drr 
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nidirn Ukritta] *Sidiern Lfbccxwindtl Miula^m, » diu it\ )?<t«B IfWÜTirtta dtt •¥<llä*ll* Yärmiaf: 
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[1] 



17 



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5«d£+ J^Njildiüii« *r M*nfHI fl^w* cf«* YltjfglLftl ifllt/fru^eiir," 

Dff h«h"eriSti( FlWlrtä «n Jinuürai tat *b QwiHUtSJto «thl J^llBÜlCtlni fjiLlLu oild 
Cfttfbllr Bf. Bttatün BranlW, Sr. (IrildWit «Hl- UoJ RäfwuiirpraLib-n bLrin^oi S^jatuii., Umlu-üü 
(Jrtfin, Ihmbrnn m itr fifdlnit-BKilifl tu Albia) : *1f isO i (!r4uii]tLitir.]tHbri1ar tnugqt ei llsft BUl ifta 
inj ditliigrumlaüra öOrjMUlg!l<V*tl*it<i] lmldgiÜKn ToHttlrtUO »«Min. (W«Bt fliffl, L, FeitjuU Ij 
— Wihreii dir «rtflUilttt] AfrmtStiibHt iei l\i*iimAilei-?t<--nrUfri na Wim ■utile HHtft ib 

__Pl_jT ctMiBinin und Arfrmra branlirorti-. teh En*ärt(h filmt t« LMlhtM. SWHlU Bai CtSLMi d*l 
b(dliprc, firahanW. (WLa, ]„ H«r Sr. J.> 

mta. dm Bi. Juni isaa. 



[2] 









Dmk Hl ^Itaf iM r. B^Hilil i. 4h li w|m 



1. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S6JIwWxifWI/AAAAAAAAACs/0AystmsqJRM/sl600-h/Inf oblattl.jpg 

2. http ://3. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S6JKPexBEFI/AAAAAAAAAC0/HMAdbljZIoY/sl600-h/Inf oblatt2.jpg 



Ein Brief des Patriarchen Vincento Bracco vom 8. April 1884 an Sebastian Brunner 
(2010-03-18 08:56) 



Dies ist der (überaus höfliche) Begleitbrief zur Übersendung des Diploms zur Ernennung zum 
Großkreuzritter 




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[1] 



19 



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[2] 



1. http ://2. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S6JM-dAIXJI/AAAAAAAAAC8/5C9xBL_NrvM/sl600-h/Briefl. jpg 

2. http : //3 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S6 JNH4If 8WI/AAAAAAAAADE/5TodosN_dY4/s 1600-h/Brief 2 .jpg 



20 



Ritterdiplom des Zisterziensers Hugo Presch (1901) (2010-03-18 10:37) 




//3. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S6JkF7GHPpI/AAAAAAAAADM/FgefntMfjyc/sl600-h/Presch. jpg 



Münze Karls I von Anjou (um 1280) (2010-03-18 10:43) 

Karl beabspruchte als König von Neapel (so wie die Könige von Zypern) das Königreich Jerusalem, wohl 
weil er den letzten Staufer besiegt hatte. Auf dieser Münze dokumentiert er diesen Anspruch, 
(siehe http://www.coingallery.de/Varia/ _varia _4a _JD.htm) 




[1] 

1. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S6JmKNbvmOI/AAAAAAAAADU/XWKrdtQNk_Q/sl600-h/KarlvonAnjou. jpg 



21 



Ritterorden vom Heiligen Grab im Mittelalter und heute (2010-03-19 08:45) 

Zur Zeit des Lateinischen Königreiches von Jerusalem 

Die deutsche Mediävistik legt großen Wert darauf, daß der päpstliche "Ritterorden vom Heiligen Grabe" 
zur Zeit des Lateinischen Königreiches von Jerusalem nicht existiert habe. [[1][1]] 

Man ist sich darin einig, daß ein urkundlicher Hinweis dieser Zeit auf den Orden aus dieser Zeit fehlt [[2] [2]] 
und schließt ex silentio auf dessen Nichtexistenz. Hinzugefügt sei, daß eine (synonyme oder äquivoke) 
Nennung auch keinen Beweis darstellte, wie man sich leicht überlegen kann. Erst der Nachweis der 
kirchenrechtlichen und inhaltlichen Kontinuität ließe einen positiven Schluß zu. 

Der naheliegende Schluß, daß es wegen der Nichtexistenz des Ritterordens keine Ritter vom Heiligen 
Grabe gegeben habe, ist allerdings nachweislich falsch. Es gibt sogar sehr viele Belege für milites sancti 
sepulchri bereits zur Zeit Gottfrieds von Bouillon. 

Kann man aber nicht auch aus der Existenz der Ritter auf die Existenz des Ordens schließen? Anders 
formuliert: Waren diese milites in einer Gemeinschaft organisiert und wenn ja, in welcher? 

Es scheint mir wichtig, die Argumentation aus dem historischen und religiösen Kontext in angemessener 
Semantik zu führen. Dazu ist übrigens keine weitere Sichtung der Quellen erforderlich. 

Ein miles sancti sepulchri (= "Ritter vom Heiligen Grabe zu Jerusalem") kann nach der Wortbedeutung 
zuerst einmal als jemand angesehen werden, der einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe ("Ritter") 
angehört und mit dem "Heiligen Grabe zu Jerusalem" verbunden ist. 

Um 1100 ist dies tatsächlich so zu verstehen, daß eine Person der Kriegerkaste (miles), in die er hineinge- 
boren wurde, nach Feudalrecht dem "Heiligen Grab" dient. Das "Heilige Grab" kann nach damaligem 
Sprachgebrauch im engeren Sinn vom Lateinischen Patriarchen, dem Kapitel der Grabeskirche oder im 
weiteren Sinn vom lateinischen König von Jerusalem repräsentiert werden. Der Genetiv "sancti sepul- 
chri" definiert den feudalrechtlich wesentlichen Feudalherren; es gibt zu dieser Zeit keinen "selbständigen" 
Ritter. 

Diese Krieger können wir nicht nur begrifflich, sondern auch feudalrechtlich in einer Gruppe zusammen- 
fassen. Sie lebten nach gewissen gesellschaftlichen Normen (hatten ihre Herrn und ihre Gesetze), waren 
als Glieder einer Gruppe identifizierbar. 

Man kann diese Klasse nicht eo ipso als Orden im kirchenrechtlichen Sinn bezeichnen, da dazu die 
notwendige kirchenrechtlich verankerte Struktur nachgewiesen werden müsste. Was bleibt, ist die Ex- 
istenz einer soziologisch fassbaren Teilstruktur des Lateinischen Königreichs, deren Mitglieder milites 
sancti sepulchri waren. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. 

Der Ritterorden vom Heiligen Grabe kann von Herzen froh sein, in diesen Zeiten formalrechtlich nicht 
existiert zu haben. Predigte doch damals der heilige Bernhard von Clairvaux: "Ein Ritter Christi tötet 
mit gutem Gewissen; noch ruhiger stirbt er. Wenn er stirbt, nützt er sich selber; wenn er tötet, nützt 
er Christus." [[3] [3]] Eine Aussage, deren Entsetzlichkeit kaum überboten werden kann. Sie gereicht uns 
Rittern zur ewigen Schande! 

Im Herbst des Mittelalters 

Nach dem Ende des Lateinischen Königreiches und mit dem Schwinden feudaler Strukturen ändert sich 
der Kontext und damit die angemessene Argumentation ganz wesentlich. 

Es war dem europäischen Adel dieser Zeit eigentümlich, sich als Verkörperung eines Modells zu be- 
greifen, das weder familiengebunden noch national definiert, sondern an den christlichen Höfen exem- 
plarisch gelebt und dort weitergegeben wurde. So fand Erziehung ganz wesentlich nicht in der eige- 
nen Familie statt, da die Tradition nicht "privatisierbar" war. [[4] [4]] Eine spezifische Ausfaltung dieses 
abendländischen Lebenskonzepts ist der Traum vom Rittertum und von der Fahrt zum Heiligen Grabe. 

Im weitesten und romantisch-religiösen Sinn steht nun das "Heilige Grab" als Metapher für Jesus Christus 
selbst. In diesem feudalrechtlich unverbindlichen Sinn (weder fordert Christus als Lehensherr Kriegsdienst 
ein, noch gewährt er Einkommen aus Grundbesitz) wurde seit dem frühen vierzehnten Jahrhundert - eben 

22 



nach dem Ende des lateinischen Königreiches - ein ritterbürtiger Mann durch Ritterschlag beim Heiligen 
Grab zu dessen Ritter. Dies verpflichtete zur Frömmigkeit und erhob zu größerer Ehre. Es war ein Teil 
des Traumes vom höfischen Lebensglanz im Herbst des Mittelalters. [[5] [5]] 

Diese Ritter verbindet kein gemeinsamer irdischer Herr und kein gemeinsamer Dienst mehr, eine Idee tritt 
an deren Stelle. Dieser Idee des ritterlichen Ideals folgt man vielfach, aber je einzeln. Der eques begriff sich 
dabei weniger als Individuum, sondern als konkrete Ausformung eines überpersönlichen, überzeitlichen 
und übernationalen Vorbildes. Er existiert im kommunikativen Konnex der Traumwelt seiner Klasse. 
Sein Rittertum und seine Lebensordnung ("ordo") sind "nicht von dieser Welt". 

Es gibt also im Spätmittelalter "Ritter vom Heiligen Grabe", es gibt für sie ein Ziel, dem sie folgen, 
eine Lebensordnung ("ordo"), der sie verpflichtet sind, aber diesmal nicht nur keine kirchenrechtliche, 
sondern überhaupt keine juristische Verfasstheit (es sei denn die Mitgliedschaft in Bruderschaften von 
Jerusalempilgern). Ihre Einbindung in die reale Welt ist nur durch den Ritterschlag am Heiligen Grab, 
den die Franziskaner mit päpstlicher Billigung erteilten, gegeben. 

Bis in das 15. Jahrhundert verbindet sich damit auch hohes Sozialprestige, wie das die Pilgerfahrten zum 
Heiligen Grab und seiner Ritterschaft von Herzog Ernst dem Eisernen und seinem Sohn Kaiser Friedrich 
III beweisen. Aber diese Heilig - Grab - Ritter bilden nicht nur keinen iuristisch fassbaren Orden, sondern 
auch soziologisch keine relevante Teilstruktur der Gesellschaft mehr, sondern im fortschreitenden Lauf 
der Jahrhunderte nur mehr eine fromme Kuriosität. 

Pius IX und die Welt von heute 

In wehmütiger Nostalgie an den - immer schon irrealen - Lebensentwurf vom ritterlichen Christen 
überlebte der eques saneti sepulcri das feudale Zeitalter - auch durch manche Geschichtsklitterung. 

Wie aber transformierte sich dieses sublime Konzept in die Gegenwart? In welcher Form kann es sich 
heute realisieren? 

In einer Gesellschaftsordnung, die den "Ritter" (als Angehörigen einer Kaste der Ritterbürtigen) als 
solchen nicht kennt, müssen Personen zu "Rittern vom Heiligen Grabe zu Jerusalem" uno actu einmal 
zum Ritter und zum anderen zum Diener des Heiligen Grabes durch jemanden "erwählt, ernannt und 
erhoben wer den" [[6] [6]], der nach abendländischer Tradition und Rechtsordnung dazu die Befugnis hat. 
Nach feudalrechtlicher Tradition kann das nur ein Souverän {"Föns honorum"), der darüber hinaus einen 
Rechtstitel auf das Heilige Grab hat. Dies ist der Papst als souveränes Staatsoberhaupt, der als Oberhaupt 
der katholischen Kirche auch den lateinischen Patriarchen von Jerusalem ernennt. 

Dabei ist der Ritter kein Krieger mehr, sein Dienst am "Heiligen Grab" gewährt auch keine Einkünfte. 
Die alte Form wurde daher mit neuem Sinn gefüllt: 

Der Titel des "Ritters" erinnert an ein abendländisches Ideal der Selbstbeherrschung, Milde und hohen 
Lebensfreude, die sich im Dienst eines würdigen Zieles entfaltet. Dies ist heute im Rahmen christlicher 
Praxis die materielle und spirituelle Hilfe für die Christen im Heiligen Land. 

Der Ritterorden vom Heiligen Grabe zu Jerusalem existiert als Institution päpstlichen und internationalen 
Rechtes erstmals seit dem seligen Papst Pius IX. Durch ihn wird in der typischen Denkweise des 19. 
Jahrhunderts das nachgeholt, was das Mittelalter zwar glanzvoll begonnen, aber nicht vollendet hat. So 
wie der Kölner Dom die "ideale" gotische Kirche darstellt, ist der "Ritterorden vom Heiligen Grabe zu 
Jerusalem" jetzt das, was er immer schon hätte sein sollen. 

So wie man in Köln die alten Pläne sehr sorgfältig las, so knüpfte man in Rom an historischen Fakten an. 
Man fand eine Organisation, die in gewisser Weise als Vorgänger eines verfassten Ritterordens betrachtet 
werden konnte, nämlich das regulierte Domkapitel der Grabeskirche zu Jerusalem. Ließ sich doch selbst 
König Balduin I. im Ordenskleid eines Kanonikers dieses Kapitels begraben, was die Nähe zwischen miles 
und canonicus in diesem Kontext beleuchtet. [[7] [7]] 

Das heute geltende Ordensstatut knüpft wieder an die Anfänge an: Kanoniker der Grabeskirche sind 
Ritter des Ordens, der Lateinische Patriarch trägt den Titel eines "Großpriors". 

Was hat nun ein miles saneti sepulchri von 1099 mit einem eques saneti sepulcri von heute gemeinsam? 
Gibt es eine verbindende Identität durch die Jahrhunderte über die Benennung hinaus? 

23 



Ist es so, wie der extreme Nominalist Ludwig Wittgenstein zur Familienähnlichkeit angemerkt hat, daß 
jeder zumindest einem der anderen Verwandten ähnlich sei, ohne daß alle etwas Gemeinsames hätten? 
(So wie eine Faser an einer anderen in einem Seil haftet, ohne daß eine einzige Faser durch das ganze 
Hanfseil durchginge). 

Oder haben diese Ritter aller Zeiten - über ihr Mensch sein hinaus - etwas, was berechtigen würde von 
einer überzeitlichen Identität zu sprechen? 

Es ist naheliegend aus der überwältigenden rechtlichen Kontinuität des Papsttums die überzeitliche 
Identität des Ritterordens herzuleiten. Viele päpstliche Bullen bezeugen die andauernde Existenz von 
Grabesrittern durch die Jahrhunderte. Sie garantieren das den alten und neuen Rittern gemeinsame 
Verständnis der Unterordnung unter den Heiligen Stuhl und den Auftrag im Heiligen Land zu wirken. 

Ich möchte an dieser Stelle aber weniger formalrechtlich als inhaltlich argumentieren und an die religiöse 
Zielsetzung erinnern und damit auf den Anfang zurückgreifen: 

"Die Aufgabe, in der Nachfolge des Engels, die Wacht am Grabe des Herrn auszuüben, bestimmte dann 
auch in erster Linie Tätigkeit und Spiritualität des Kapitels. Die Verehrung von Grab und Kreuz nach 
den Vorschriften der Liturgie war die höchste Würde und der eigentliche Wesensgrund der Kanoniker 
vom Heiligen Grab" (Kaspar Elm) [[8] [8]] 

Was aber tat der Engel? 

Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. 

Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, 

wo er lag. Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. 

(Matthäus 28, 5 - 8) 



In diesen Worten finden sich Aufgabe und Hoffnung der Ritter (und Damen des Ordens!) über die 
Jahrhunderte weg festgeschrieben. Damals wie heute stehen sie als Zeugen des unfaßbaren Wunders der 
Auferstehung vor dem Heiligen Grab. Das war und ist ihre eigentliche Bestimmung. [[9] [9]] 

So schöpfen sie und damit ihr Orden ihre Identität immer wieder neu aus ihrer Berufung. Diese Identität 
ist in ihrem Verständnis wederverordnete Satzung noch konsensuales Konstrukt, sondern ein gütiges 
Geschenk der göttlichen Barmherzigkeit. 

[10] [[1]] vgl. Kaspar Elm, Kanoniker und Ritter vom Heiligen Grab in "Die geistlichen Ritterorden Eu- 
ropas", 1980, Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen [ll][[2]]Die romanische Literatur sieht das anders, siehe 
etwa "Les Chevaliers du Saint-Sepulcre" par S.A.R. Le Prince Xavier de Bourbon-Parme, 1957, Librairie 
Artheme Fayard [12] [[3]] http://www.heiligenlexikon.de/index.htm7BiographienB/Bernhard _von _Clair- 
vaux.htm [13] [[4]] vgl. Baldesar Castiglione, "II Cortegiano" [14] [[5]] vgl. Johan Huizinga, "Herbst des 
Mittelalters", Kröner ISBN 3-520-82501-5 [15] [[6]] Text der Ernennungsbulle des Kardinal Großmeisters 
für Ritter vom Heiligen Grab [16] [[7]] Wilhelm von Tyrus, Historia rerum in partibus transmarinis 
gestarum XIII, 28 [17] [[8]] Zitiert nach http://www.kloster-denkendorf.de/wappen.htm [18] [[9]] "Militia 
Sancti Sepulcri", Idea e istituzioni, Atti del Colloquio Internazionale a cura di Kaspar Elm e Cosimo 
Damiano Fonseca, Cittä del Vaticano, 1998 

1. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_ednl 

2. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_edn2 

3. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_edn3 

4. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_edn4 

5. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_edn5 

6. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_edn6 

7. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_edn7 

8. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_edn8 

9. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_edn9 

24 



10. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_ednref 1 

11. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_ednref 2 

12. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_ednref 3 

13. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_ednref 4 

14. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_ednref 5 

15. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_ednref 6 

16. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_ednref 7 

17. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_ednref 8 

18. http : //www . blogger . com/post- create . g?blogID=2896209098522088844#_ednref 9 



Ordensdesign im Wandel der Zeit (Sebastian Brunner) (2010-03-21 06:12) 



[1] 




Hier 



Hier sieht man, dass Sebastian Brunner (siehe frühere Posts) das Ordenskreuz mit Krone trägt. Diese 
Krone wurde später entfernt und dann von Papst Pius X durch eine Waffenverzierung ersetzt. Auch die 
Gestaltung des Ordenssterns wurde verändert. (Bildquelle: Europeana) 



1. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S6YaEg2pN8I/AAAAAAAAADc/pplZ0LU9XUA/sl600-h/Brunner. jpg 



25 



Siegel des Lateinischen Patriarchates (2010-03-21 06:27) 



[1] 




Das Patriarchatssiegel, wie es um 1890 den Ritterdiplomen (in einer Messingkapsel) angehängt war. Es 
zeigt den Auferstandenen. 



[2] 




Siegel des Erzpriors der Kanoniker vom Hl. Grab von Jerusalem ("Patriarchat") mit Sitz in Perugia, 1365 
in Denkendorf. Urkunde W.H. Staats- Arch.v Stgt. A 480 Urk. Nr. 75 

Im Siegel sehen wir im Hauptfeld die drei Frauen am Grab mit dem Engel (aus dem Grab wächst eine 
Blume, darüber hängt die für das Heilige Grab typische Öllampe. Über dem Grab die Muttergottes mit 
Kind in gotischem Gespränge, unter dem Grab der kniende Siegelinhaber. Rechts das Wappen mit dem 
Patriarchenkreuz, links wohl das persönliche des Erzpriors. 



1. http : 1/1 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S6Yc J8qa-YI/AAAAAAAAADk/4gf A9GaYzP8/sl600-h/Siegel . JPG 

2. http ://2. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S6YdlAepgQI/AAAAAAAAADs/2tRwah9-qwE/sl600-h/Perugia. jpg 



26 



Informationsquelle (Guy Stair Sainty) (2010-03-23 03:02) 

Der anglo-amerikanische prominente Kunsthändler Guy Stair Sainty publiziert seit Jahren wertvolle 

Beiträge zur Geschichte der Ritterorden. 

Ich gebe hier zwei Links an (aus rechtlichen Gründen nicht direkt verlinkt!): 

Sein monumentales Sammelwerk über Orden : 

http://www.wokm.co.uk/ 

Sein hervorragender Artikel über die Geschichte des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem: 

http://www.chivalricorders.org/vatican/holysep.htm 



Philipp II von Spanien und der Ritterorden vom heiligen Grab (2010-03-23 03:27) 

In Hoogstraten, heute in Belgien gelegen, hielten 20 flämische Ordensritter am 26. März 1558 ein Kapitel 
in der Katharinenkirche ab. Sie hatten erkannt, dass ihnen jener organisatorische Rahmen fehlte, wie ihn 
etwa die (später so genannten) Malteser hatten. Angesichts der bedrohlichen Expansion des Osmanischen 
Reiches wollten sie einen militärisch sinnvollen Beitrag leisten. Sie wählten also ihren König Philipp II 
von Spanien zu ihrem Großmeister. 
Der Kernsatz des lateinischen Dokuments (heute im Archiv von Simancas, Valladolid) lautet: 



perpetuis futuris temporibus facimus, creamus et solemniter eligimus, prestito prius per 
nos'solito ad sacrosancta Dei evangelia juramento, in similibus electionibus prestari solito, ac 
missa Spiritus Sancti celebrata, et hymno Veni Creator Spiritus in eadem ecclesia decantato 
Sacrattissimum Potentissimum atque Serenissimum Dominum Nostrum Regem PHILIPPUM 
in Magnum et Summum totius nostrae Militiae Magistrum 

Der König nahm an, der Heilige Stuhl allerdings gestattete diese Initiative nicht. 

So blieben die Ritter weiterhin ohne schlagkräftige Organisation. 

Auf der Website der belgischen Statthalterei kann man das in flämischer Sprache im Detail nachlesen: 

[1] http: //www. holysepulchre.be/nl/Hoogstraten _nl.htm 

1. http: //www. holysepulchre .be/nl/Hoogstraten_nl .htm 



1.2 April 

Das Ritterideal des Mittelalters (2010-04-01 00:48) 

Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen 
könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern 
gegen Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen 
Geister des himmlischen Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des 
Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt. 

Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an und 
als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen. Vor allem greift 
zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen. 
Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes. Hört nicht 
auf zu beten und zu flehen! 

(Eph 6, 11 - 18.) 

27 



Dieses christliche Programm des Apostels Paulus fand im Mittelalter eine Konkretisierung im Rittertum, 
dem - zumindest im Anspruch - christlichen Soldatenberuf dieser Zeit. Insbesonders in der staufischen 
Epoche (1170-1250) entwickelte der Adel an den Fürstenhöfen eine eigenständige Kultur. Die Loslösung 
von der Vorherrschaft der Kirche, die Machtentfaltung des staufischen Kaisertums und die Erweiterung 
des Gesichtskreises durch die Kreuzzüge führten zu einer weltlichen, ritterlichen Kultur. Das neue höfische 
Ethos definierte sich im ritterlichen Lebensideal, das sich in folgenden Begriffen darstellt: 

mäze: Maßhalten können 

zuht: Erziehung, Selbstzucht 

hoher muot: seelisches Hochgestimmtsein (nicht Hochmut!) 

froide: heitere Lebenshaltung 

ere: Ehre 

triuwe: Treue 

staete: Beständigkeit 

mute: Milde 

minne: eine aristokratische und öffentliche Form der Frauenverehrung, Dienst an der vollkommenen, 
unerreichbaren, verheirateten, höhergestellten Dame (frouwe) 



Sakristei der Grabeskirche (2010-04-01 00:53) 

In der Sakristei der Franziskaner in der Grabeskirche zu Jerusalem findet man in einem Glaschrank das 
„Schwert des Gottfried von Bouillon" mit dem durch Jahrhunderte der Ritterschlag - mit päpstlicher 
Erlaubnis - vom Guardian am Heiligen Grab erteilt wurde. Dabei hängen auch die Sporen, die angelegt 
und das Jerusalemkreuz, das umgehängt wurde. 




[1] 

1. http ://2. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S7RQxn8RLsI/AAAAAAAAAD0/5apHQ_d9KlE/sl600/svdpadpc. jpg 



2N 



Ein Habsburger als Statthalter in Ungarn (2010-04-01 00:56) 




[1] 

Josef Franz Erzherzog von Osterreich (1895 - 1957), Großkreuzritter des Ritterordens vom Heiligen Grabe 
zu Jerusalem und Statthalter des Ordens in Ungarn, Gemälde um 1940 (aus „DEUS LO VULT - Der 
Ritterorden vom Heiligen Grabe zu Jerusalem" von Peter Paul Pergier und Johann Stolzer, Graz 2000, 
ISBN 3-85333-064-9) 



1. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S7RRXKnh4cI/AAAAAAAAAD8/WigCpFZXnZE/sl600/sve05e06. jpg 



Der Heilige Stuhl und die orientalischen Christen (2010-04-01 11:08) 

Während das Lateinische Patriarchat, das vom päpstlichen Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem 
unterstützt wird, sich um die Christen des lateinischen Ritus im Heiligen Land kümmert, sorgt der Heilige 
Stuhl durch die "Kongregation für die orientalischen Kirchen" für die Katholiken anderer Riten. Diese 
Kongregation hat ihren Sitz in der Via della Conciliazone, gegenüber dem Palazzo della Rovere, wo der 
Großmeister der Grabesritter residiert. 

Hervorragende Informationen über diese Kongregation findet man auf [l]http://www.vatican.va/roman 
_curia/congregations/orientchurch/profilo/rc _con _corient _pro _20000724 _profile _ge.html 

1. http://www.vaticEoi.va/roman_curia/congregations/orientchurch/profilo/rc_con_corient_pro_20000724_ 
prof ile_ge .html 



Johann I. von Brienne (2010-04-02 07:05) 

Im 15. Jahrhundert entfaltet sich jene Bilderwelt des Lateinischen Königreichs von Jerusalem, die uns 
bezaubert, gerade weil sie anachronistisch ist. 



29 




Johann I. von Brienne, König von 1210 bis 1212. verheiratet mit der Thronerbin Maria von Montf errat 
(Les Chroniques de Jherusalem Abregies, Burgund um 1450, Osterreichische Nationalbibliothek) 

1. http : III . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S7X4wJNqe2I/AAAAAAAAAEE/bLsirtVuNog/s 1600/Rex .jpg 



Herzog Ernst der Eiserne (Ernestus Ferreus) (2010-04-02 07:10) 

ß 




[1] 

Herzog Ernst der Eiserne (Vater des Kaisers Friedrich III) wurde 14 M i> n Jerusalem zum Ritter vom 

Heiligen Grab geschlagen 

(Hochgrab in der Kirche des Zisterzienserstiftes Rein) 

1. http ://3. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S7X6V9_U5NI/AAAAAAAAAEM/54ry_JiHCPQ/sl600/HerzogErnst2. jpg 



30 



Zedlers Universallexikon (1750), Artikel über die Ritter vom Heiligen Grab 
(2010-04-02 07:27) 

(Zur Ver grösser ung zweimal anklicken!) 



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ItTK^nq. PtaybruB.ll, PÜWHillil 

Adblft. ~^*ftf-Tt. IrtlllÜntL 
«micmeKjlWt^nbi«Fi>)9f9iBtVr. fäfrtia 
iilbtfl e<i)tih norn aif^e,'ft[«rti tu,ni Sri* 
«K 6«!i (JibaijHnKTtni jOS^bt <nf B<, *, „; 
rabuirnil)«5i)faL *arSm**l3»i i. Mis 

«bfS XMP» Ab, ijof. nsrra b« hmir 
^»(fibiujif^nmiS^n-.jtH^jüfcqiu, „ k< 
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S«yi' i &tirnV4tCirtiiei4[,fllb.l „, +lt 

tirJjim- { BlTWfliSrab. , f^Jij tojrja. 
f ftt. K« flbttt^r. gliito b *(dhi, unt itaitr 
n*Ld J EJ„cw,„|. a epj|» l rt ( Biajjijfltj,^ 

■fällt» Bh m 9tm*m§i£itji 
nrifnuuüi&liuiiiNir; nurh oht u. i f j? 

tatirtrutJfiictf, uob [iunCo < i!!iii K i J | ml a hr . 

SHrt (IIKtlllW- Cr]!«» »A, lt[T.*Eb« m<f zi 



Cr*n, [jtfWiiW Sj'.if^/rj S't'^ris ks 
2äHi,<itff4*«iJ1£fjri»)in, m«t*tm!Lsmfn- 



[1] 

1. http : III . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S7X-klBQXhI/AAAAAAAAAEU/9qMyUr90I14/sl600/Zedler .jpg 



Das Heilige Grab (2010-04-03 05:41) 

Im Inneren des Heiligen Grabes (innerhalb der Jerusalemer Grabeskirche) wurde jahrhundertlang vom 
Prior der Franziskaner der Ritterschlag mit päpstlicher Erlaubnis erteilt. 



31 



[1] 




Heiliges Grab (Bildquelle Wikimedia) 

Rechts ist das Grab, von einer mittelalterlichen Marmorplatte bedeckt, zu sehen. Seit Kaiser Konstantin 
wird diese jüdische Begräbnisstätte als Jesu Grab identifiziert, wogegen auch die moderne Archäologie 
wenig Einwände hat. 

1. http ://2. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S7cl905NkSI/AAAAAAAAAEc/_v4ZX8HKVHM/sl600/tomb-of -Jesus. jpg 



Heraldik des Ritterordens vom Heiligen Grab (2010-04-05 08:13) 



Im Statut ist zu lesen: 

1. Der Orden führt nach alter Überlieferung das Wa p p e n, das dem Lateinischen Königreich von 

Jerusalem zugeschrieben wird: Silber, ein gold bordiertes rotes Jerusalemkreuz. 

Auf dem goldenen Helm die Dornenkrone Unseres Herrn Jesus Christus mit der Erdkugel, auf der ein 

Kreuz steht; zu beiden Seiten je ein silbernes Banner mit dem purpurroten Kreuz von Jerusalem in der 

Mitte. Schildhalter: Zwei Engel in roter Dalmatica; der Engel zur Rechten hält das Kreuzzugsbanner 

und jener zur Linken den Pilgerstab und die Pilgermuschel. 

Wahlspruch: »DEUS LO VULT« in großen lateinischen Buchstaben auf gegabeltem Band unter der 

Spitze des Wappenschildes. 



32 




[1] 

Diese Darstellung wird vom Großmagisterium verwendet (sie ist fehlerhaft: Der Engel mit dem Kreuz- 
zugsbanner trägt fälschlich auch die Pilgermuschel!) 




[2] 

Zeichnung des schwedischen Heraldikers Davor Zovko. 

Sehr klar erkennt man, dass die rechtlich bindende Beschreibung (Blasonierung) des Wappens in der 
klassischen Heraldik vom Künstler interpretiert wird. So gesehen, ist Heraldik eine sehr lebendige Kunst! 

Anmerkung: Heraldisch rechts ist auf dem Bild linksl 

1. http : //l . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S7n8BTPMDpI/AAAAAAAAAE8/5KlYTphV9-w/sl600/Grosswappen2 . jpg 

2. http ://2. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S7n8nfl9GbI/AAAAAAAAAFE/0IAa6i5jcFQ/sl600/v-f ullorden-dator.jpg 



Nürnberger Patrizier als Ritter vom Heiligen Grab (2010-04-07 03:43) 

Neben dem heutigen Eingang der Sebalduskirche in Nürnberg findet man den Epitaph des Heinrich Ketzel 
(verstorben 1433). 



33 



[1] 




Sehr schön sieht man das Jerusalemkreuz oberhalb des Wappens (Heinrich Ketzel wurde 1389 zum Ritter 
vom Heiligen Grab geschlagen). Die Blumenvase, das Rad und das Schwert stehen für die Ritterschaft 
von der Lilie, von der heiligen Katharina von Sinai und vom zyprischen Schwertorden. 
Die Familie Ketzel zählte acht Jerusalempilger, erst mit der Reformation endete diese ehrwürdige Fami- 
lientradition. 



1. http ://l. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S7xgH55b02I/AAAAAAAAAFM/f3_06zxxlLM/sl600/Ketzel2. jpg 



Pfalzgraf Ottheinrich (2010-04-07 04:06) 



Der Witteisbacher pilgerte 1521 nach Jerusalem (und verbrauchte dafür das Jahreseinkommen von Pfalz- 
Neuburg). Er ließ sich auf seine Prunkrüstung (heute in Paris) eine Halskette mit dem Jerusalemkreuz 
eingravieren. Bei genauer Betrachtung (Bild anklicken!) erkennt man auf der Brust des Harnisch ein Bild 
der Muttergottes, das er nach seinem Anschluss an die Reformation abschleifen ließ. Das Jerusalemkreuz 
aber blieb! 



34 




[1] 

Das Bild wurde nach einer Vorlage aus "Die Reise des Pfalzgrafen Ottheinrich zum Heiligen Land 1521" 
gestaltet. 

1. http : I II . bp .blogspot . com/_f v8pI14blgM/S7xmcXUik-I/AAAAAAAAAFU/Ic J6zb2Tqow/sl600/üttHeinrich3 . jpg 



Der Gobelin Ottheinrichs (2010-04-07 07:09) 

Der bis 1541 von Christian De Roi gefertigte Gobelin (heute in München) zeigt Ottheinrich und seine 
Gefolgsleute beim Ritterschlag am Heiligen Grab. Das Original ist farbig, Ottheinrich trägt eine goldene 
Rüstung. 








[i] iäÄ^Sa^ *? 

1. http : //3 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S7yR6waNYmI/AAAAAAAAAFc/78PQ Jen-u3A/sl600/Gobelinüttheinrich4 . jpg 



Weihbischof Hermann Zschokke (2010-04-08 02:29) 

Wiewohl ein überaus beschäftigter Kleriker (Professor, Rektor, Domkapitular, Mitglied des Herrenhauses, 
Sektionschef usw.) übernahm er auch die Verbindung zwischen dem Lateinischen Patriarchat und den 

35 



österreichischen Rittern. Dazu hatte er die besten Voraussetzungen, war er ja vonl864 bis 1866 Rektor des 
österreichisch-ungarischen Pilgerhauses in Jerusalem. Siehe dazu auch weiter unter im Blog (Geschichte 
des Ritterordens vom Heiligen Grab in Osterreich) 




[1] 

Sein Bild (vermittelt von Dr. Wilhelm Kraetschmer) ist für Phaleristiker von besonderem Interesse. 
Zschokke trägt das Komturkreuz mit Stern (?) des Franz- Josef-Ordens, das Ritterkreuz des Leopold- 
Ordens, das K.u.K. Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschafl und das Ritterkreuz vom Heiligen Grab 
(in der alten Form mit Krone). 

1. http ://2. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S72fXsdE3pI/AAAAAAAAAFk/cc7g0vbjGsI/sl600/Zschokke4. jpg 



Päpstliche Dokumente bezüglich des Ritterordens vom Heiligen Grab (2010-04-08 04:07) 

Für die, die sich der Mühe lateinischer Lektüre unterziehen wollen, stelle ich hier die Links zu den 

allerwichtigsten Dokumenten zur Verfügung: 

[l]"Cum multa" von Pius IX 

[2]"Quam multa" von Pius X[3] 

[4] "Super Controversia" von Pius XI 

1. http: //www.graeupl . net/OrdenPiusIX.pdf 

2. http: //www.graeupl . net/OrdenPiusX.pdf 

3. http://www.blogger.com/ 

4. http: //www.graeupl .net/OrdenPiusXI .pdf 



Der Typus des Ritters in der Spätantike (Kataphraktos und Kontophoros) 
(2010-04-10 06:47) 

Gemeinhin glauben mitteleuropäische Bildungsbürger (nach Absolvierung des Gymnasiums) der gepanz- 
erte Reiter mit der langen Lanze - also der "Ritter" - sei ein erstmals im frühen Mittelalter aufgetretener 
Typus des adeligen Kriegers. Daran ist die (bildungsbürgerliche) totale Identifikation der antiken Truppen 
mit der römischen Infanterie zur Zeit Cäsars ursächlich beteiligt. Tatsächlich tritt dieser Typus bei den 

36 



Parthern schon in der Schlacht von Carrhae (53 vor Christi Geburt!), später massiv bei den Sassaniden 
und Sarmaten auf. Auch das römische Heer verwendet (seit Hadrian) diese Art der Kavallerie. 




[1] 

Hier ist der Sassanidische König Chosrau II (regierte 590 bis 
die Panzerung von Reiter und Pferd, sowie die lange Lanze. 



zeitgenössisch dargestellt. Deutlich 



Die oben gezeigt Bewaffnung ist typisch für den Kataphraktos, wie er in der byzantinischen Armee genannt 
wurde. Es gab auch leicht gepanzerte Reiter (Kontophoroi), die die lange Lanze (Kontos) beidhändig 
führten. Jeder Katholik kennt diese Ausrüstung; es ist die "Kampfuniform" des heiligen Georg! 

1. http ://l. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S8B_D6drcgI/AAAAAAAAAF8/-rs9L-dMx2M/sl600/ChosroesII. jpg 



Investitur in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem (2010-04-13 04:57) 

Nach dem zweiten Weltkrieg fand am 25. August 1952 in der Kirche des Benediktinerinnenklosters 
Nonnberg in Salzburg erstmals wieder eine Investitur statt. Prälat Oesch, ein Schweizer, war wesentlich 
an dieser Wiederbelebung des Ordens in Osterreich beteiligt. 



[1] 







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Fursterzbischof DDr. Rohracher investiert den bekannten Salzburger Verleger Otto Müller. Links im Bild 
Prälat Oesch. 

37 




[2] 

Der neu investierte Minister Ernst Kolb erhält vom deutschen Statthalter Fürst Salm - Reifferscheidt den 
Rittermantel, links steht Dr. Höfflinger (siehe weiter unten im Blog) 

1. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S8Ra_fxAZhI/AAAAAAAAAGU/GQ4zgMosuBA/sl600/0ttoMueller2. jpg 

2. http: //2 .bp.blogspot . com/_fv8pI14blgM/S8RbbEEjoVI/AAAAAAAAAGc/bxstRf QWXN4/sl600/MinisterKolb2 . jpg 



Papst Johannes Paul II in Jerusalem (2010-04-13 05:02) 

Im Jahre 2000 besuchte Papst Johannes Paul II den Lateinischen Patriarchen in Jerusalem. Dabei erhielt 
er vom Patriarchen - so wie auch jede Dame oder jeder Ritter vom Heiligen Grab - die Pilgermuschel 
verliehen und angesteckt. 



[1] 




1. http: 

//4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S8RdMg9XEtI/AAAAAAAAAGk/IulH-E82zKc/sl600/ JohaimesPaulIIJerusalem.jpg 



Kardinal Großmeister Nicola Canali (2010-04-14 07:11) 

Kardinal Canali erreichte bei Pius XII, dass er - entsprechend dem 1949 passend geänderten Statut zum 
ersten Kardinal Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt wurde. Er blieb 
bis 1960 im Amt und verstarb 1961. 

38 



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[1] 

Mit diese Bulle billigt Papst Pius XII das neue Statut des Ritterordens 

(Quelle: http://www.santosepolcro.sicilia.it/documenti.htm) 

Durch diese Entscheidung war das Machtzentrum des Ordens, der immer unter päpstlichem Schutz ges- 
tanden hatte, auch organisatorisch von Jerusalem nach Rom gewandert. Kardinal Canali bemühte sich, 
auch den Malteser - Ritterorden (allerdings vergeblich) unter seine direkte Kontrolle zu bringen. Anlass 
dazu war - nach dem Tod des Großmeisters Fürst Chigi - die Verwicklung prominenter Malteserritter 
(Yves Marsaudon) in freimaurerische Aktivitäten. 

Kardinal Canali war eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Kurie und genoss das Vertrauen des Heiligen 
Vaters. 




[2] 

Pius XII spricht mit Kardinal Canali 

1. http : III . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S8XJ2WbRi3I/AAAAAAAAAGs/oVxPMWG356M/sl600/PiusXIIStatut .jpg 

2. http : 113 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S8XNCNQ7_FI/AAAAAAAAAG0/XhHoS JPvl48/s 1600/CanaliPiusXII . jpg 



39 



Wappenregelung für Damen und Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem 
(2010-04-15 07:47) 



Im Statut des Ordens steht dazu zu lesen: 



Artikel 3 (Wappen- Vorrechte) 

Die Erzbischöfe, die Bischöfe und die Prälaten, die das Privileg haben, ein Wappen zu 
führen, wie auch die Ritter, denen ein Adelstitel verliehen wurde, können: 

a) als Kleriker ihr eigenes Wappen mit dem Jerusalemkreuz vierteln 

b) als Laien ihren eigenen Wappenschild auf das Kreuz des Ordens legen, ein nicht 
übertragbares Recht. Auch die Ordensdamen, die sich eines Adelstitels erfreuen, können ihren 
eigenen Wappenschild auf das Ordenskreuz legen. 

Adelige Ritter und Ordensdamen, die ein eigenes Wappen führen, können das Ordenskreuz 
unter der Spitze des Wappens anhängen, und zwar: 

- Ritter mit einem schwarzem Knoten; 

- Komture können das Ordenskreuz an einem schwarzen Band unter dem Wappenschild 
aufhängen. 

- Komture mit Stern hängen das Ordenskreuz , das an der Waffentrophäe hängt, an einem 
schwarzen Band auf, das aus den Seiten des Wappenschildes hervorkommt. 

- Großkreuzritter umschlingen den Schild mit dem Ordensband, von dem die Trophäe mit 
dem Kreuz daran, herabhängt. 

- Kollar-Ritter, die Mitglieder des Großmagisteriums, die diensttuenden Statthalter und die 
Ehrenstatthalter, sowie die Großpriore spalten ihren Schild mit der Kreuzfahrerpartition 
rechts. 

Der Patriarch Großprior und der Assessor verwenden das Schildhaupt mit dem 

Jerusalemkreuz. 

Die Ritter und Ordensdamen, die kein eigenes Wappen führen, sind berechtigt, sich mit dem 

Ordenskreuz zu schmücken. 



Anmerkung: Diese Formulierungen setzen voraus, dass das Recht ein Wappen zu führen, identisch sei 
mit dem Privileg dem Adel anzugehören. Dies ist heute in keinem Lande mehr gültig. Wahrscheinlich 
bildet sich hier die italienische Rechtslage aus der Zeit der Monarchie (bis 1945) ab. Man sollte diese 
Artikel daher nicht als verbindliche Regelung, sondern besser als historisches Dokument und heraldische 
Anregung lesen. 

Das österreichische Recht (Durchführung des Adelsaufhebungsgesetzes vonl919) hebt das Recht auf 
(früher verliehene) Wappen auf; gegen die Annahme eines ("neuen") Wappens (im Sinn eines Logo) 
gibt es keine Regelung. Natürlich sind mit dem Gebrauch eines solchen Wappens keine Privilegien ver- 
bunden. 

Als konkretes Beispiel sei hier das "Amtswappen" des Ehrenstatthalters (und Großkreuzritters) Edwin 
Gräupl gezeigt (die Zeichnung stammt vom Heraldiker Clyde Webb): 

40 




[1] ^C____§! 

1. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S8cm0qKc2cI/AAAAAAAAAG8/Wz-0NQiuKMI/sl600/Graeupl2. gif 



Die Kardinal Großmeister des Ritterordens vom heiligen Grab zu Jerusalem 
(2010-04-16 10:02) 

John Patrick Kardinal Foley ist Magnus Magister seit 2007 





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[1] 

Der Kardinal Großmeister trägt das Kollar des Ordens (Jerusalemkreuz an einer goldenen Kette) 

Seine Amtsvorgänger waren: 
Carlo Kardinal Furno 1995 - 2007 



41 



Giuseppe Kardinal Caprio 1988 - 1995 
Maximilian Kardinal de Fürstenberg 1972 - 1988 
Eugene Kardinal Tisserant 1960 - 1972 
Nicola Kardinal Canali 1949 - 1960 

1. http://2.bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S8iXkqPhDYI/AAAAAAAAAHE/dKMzJbeTQ0U/sl600/S_Em_Card_Foley-higher+ 
resolution.jpg 



Eine Salzburger Delegation bei Kardinal Großmeister Canali (12. Oktober 1953) 
(2010-04-16 10:16) 




[1] 

Neben Kardinal Canali steht der Osterreichische Großprior Fürsterzbischof Rohracher, ganz rechts Maria 
Trapp (1953 in Salzburg investiert) 

1. http ://3. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S8iaqYBTlRI/AAAAAAAAAHM/kdvpCK7hYtA/sl600/CanaliRohracher. jpg 



1.3 Mai 



Tagung des Großmagisteriums (22. bis 24. April 2010) (2010-05-03 02:07) 



Das Großmagisterium (Leitungsgremium) des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem 
tagt zweimal jährlich (meistens) im Palazzo della Rovere in Rom. Dabei werden unter dem Vorsitz des 
Kardinal-Großmeisters die aktuellen Aufgaben im internationalen Kreis der Mitglieder dieses Gremiums 
besprochen. Wesentlich ist dabei auch die Teilnahme des Lateinischen Patriarchen (Großprior des Rit- 
terordens), da ja der Orden hauptsächlich seine Diözese unterstützt. In dieser Sitzung wurde auch die 
Gründung einer Statthalterei des Ritterordens in Palästina diskutiert. 

42 



[1] 




Von rechts: Kardinal- Großmeis er John Patrick Foley, Patriarch Fuad Twal, Generalgouverneur Prof. 
Conte Agostino Borromeo 



[2] 




Mitglieder des Großmagisteriums bei der Arbeit 

(Die Bilder stammen von der Tagung im April 2010, Quelle: www.lpj.org) 



1. http : I II . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S96QlBqlYoI/AAAAAAAAAHU/vMCe9rdXrko/sl600/borromeo-twal-f oley .jpg 

2. http: 
//3. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S96RqwlzlyI/AAAAAAAAAHc/6TrkxCedQ14/sl600/membres-gr and-magistere.jpg 



43 



Bartolo Longo (2010-05-04 02:16) 



[1] 




Dieses Gemälde hängt im Arbeitszimmer des Kardinal-Großmeisters im Palazzo della Rovere 

Bartolo Longo (1841 - 1926) wird besonders in Italien als Förderer des Rosenkranzgebetes verehrt und 
wurde 1980 von Johannes Paul II selig gesprochen. In seinem Schreiben Rosarium Virginis Mariae nennt 
ihn der Heilige Vater mehrmals. 
Bartolo Longo wurde als Großkreuzritter in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem investiert. 

Die Statthalterei Osterreich besitzt eine Reliquie des Seligen, die Ordensritters Fr. Isfried Schmid OH 
dem Orden geschenkt hat. 



[2] 




Die Wallfahrtskirche SS Maria del Rosario di Pompei wurde auf Initiative Bartolo Longos 1876 bis 1901 
erbaut (Bildquelleiwww. ideavision. it) 

1. http ://2.bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S9_jVyllQwI/AAAAAAAAAHk/LM9Njq7K84c/sl600/Bartolo+L0NGQ. jpg 

2. http ://2. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S9_kRHS4Y-I/AAAAAAAAAHs/6HQSfSvAW-Q/sl600/santuariopompei. jpg 



44 



Maria, Königin von Palästina (2010-05-04 03:28) 




[1] 

Auf der Kirchenfassade von Deir Rafat steht diese Statue der Königin von Palästina 

Am 21. Jänner 1994 setzte Papst Johannes Paul II auf Antrag des Kardinal-Großmeisters Giuseppe 
Caprio Maria, Königin von Palästina als Patronin des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem 
fest. Als Festtag gilt der 25. Oktober. 

Diese fromme Entscheidung wurde in diplomatischen Kreisen kritisiert, weil man Verstimmung Israels 
befürchtete. 

Anschließend der Text des apostolischen Schreibens aus den Acta Apostolicae Sedis (zum Vergrößern 
anklicken) 



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[2] 



45 



1. http ://2.bp. blogspot.com/_fv8pI14blgM/S-wBS7mYXtI/AAAAAAAAAIo/GjjdyI3X5PU/sl600/DeirRafat. JPG 

2. http : //l . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S9_2g0SYIH/AAAAAAAAAH0/DWYlUbdTdlo/s 1600/Regina .jpg 



Ildefons Kardinal Schuster (2010-05-06 09:02) 




[1] 

Kardinal Schuster mit den Insignien des Großkreuzes des Ritterordens vom Heiligen Grab 

Ildefons Schuster wurde 1880 in Rom geboren, wo sein Vater als Militärschneider des Vatikans arbeitete. 
Seine Eltern hatte tirolerische und bayrische Wurzeln. Er trat mit 18 Jahren in die Benediktiner- Abtei 
San Paolo furi le mura in Rom ein und wurde 1918 zum Abt seines Klosters gewählt. 1929 wurde er zum 
Erzbischof von Mailand und Kardinal ernannt. Er engagierte sich in der Großstadtseelsorge, unterstützte 
die Menschen in den schwierigen Zeiten der faschistischen Ära, des Krieges und der Nachkriegszeit in 
vorbildlicher Weise. Er starb 1954 in Mailand und wurde 1996 selig gesprochen. Besonders italienische 
Damen und Ritter des Ordens vom Heiligen Grab verehren ihn als Fürsprecher. 

1. http ://3. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S-LhDT2J2vI/AAAAAAAAAIQ/28YwyzDJGUg/sl600/SchusterKardinal2. jpg 



Ordensprominenz des Ritterordens vom Heiligen Grab in Salzburg (2010-05-12 06:38) 



[1] 
46 




Bei der Investitur im Oktober 1969 trafen sich im Schloss Kiessheim in Salzburg (von rechts): 
Ehrenstatthalter (Frankreich) Prinz Xavier Bourbon-Parma, Msgr. Dr. Franz Sauer (Rektor des 
österreichischen Hospizes in Jerusalem), Statthalter (Deutschland) Dr. Aloys Hundhammer, Großprior 
Weihbischof Jacob Weinbacher, Statthalter Dr. Julius Schuster, Patriarch Jacques-Joseph Beltritti, 
Statthalter (Kanada) Antoine Charlebois 




[2] 

Bei der Drei-Länder-Investitur im Mai 1979 in Salzburg wurde der Kardinal-Großmeister Maximilian 
de Fuerstenberg (mit Privatfiugzeug - auf österreichische Einladung- angereist) am Flughafen (General 
Aviation) von Erzbischof Dr. Karl Berg begrüßt. Im Bild (von links): Generalgouverneur Fürst Massimo- 
Lancelotti, Kardinal de Fuerstenberg, Erzbischof Berg 

1. http : //3 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S-qsI8U_qHI/AAAAAAAAAIY/AlUxS4twJYM/sl600/BourbonParma2 . jpg 

2. http : I II . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S-qsUj Vn8f I/AAAAAAAAAIg/8rLUscE2RiO/sl600/BergFuerstenberg2 . jpg 



Fernando Michelini (* 1917) (2010-05-13 07:23) 




[1] 

Großkreuzritter Fernando Michelini - hier mit Papst Johannes Paul II ist nicht nur ein bedeutender 
Künstler und Maler religiöser Themen. Er ist ein spiritueller Mensch, tief geprägt von der (kirchlich 
bestätigten) Wunderheilung, die ihn 1959 vor dem Tod bewahrte. 

47 



Unzählige Kirchen zeugen in Afrika und dem Heiligen Land von seiner Kreativität. 



Die Patriarchen Alberto Gori (1949 - 1970) und Giacomo Beltriti (1970 - 1987) erteilten ihm viele 
Aufträge, so zum Beispiel für die Kirchen in Aboud, Anjara, Shefaram, Taybeh, Beit Jala, Khirbe, 
Gaza, Nablus, Rafat, Randia und Rame. Auch im Patriarchat war der Künstler tätig. 



In dieser Zeit gab es einige sehr vermögende und wohltätige Ritter vom Heiligen Grab, die diese Arbeiten 
direkt finanzierten. Heute geschieht das meistens über Vermittlung der Ordensregierung. 



[2] 




Die Apsis der Pfarrkirche von Jaffa bei Nazareth, von Michelini geplant und freskiert 
(Quelle: ANN ALES OESSH IV) 



1. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S-wEkiGvr0I/AAAAAAAAAI4/eLSitIK431c/sl600/michelini. jpg 

2. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S-wKrauo5kI/AAAAAAAAAJA/NABmYNshr3E/sl600/ JaffaNazareth2.jpg 



Päpstliche Urkunde zu "Maria, Königin von Palästina" im Bild (2010-05-13 07:41) 



Zum Lesen anklicken! 



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mwt',-0ViJiifii&<.i!.r i t : .■■ J '■■!. ttisffn%ifin>ai^O -ffi tJ&tsrf^ffSFlüiifhnSiil "••/'"_ t l^facram er— 
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jL'tjfn tj &äiiTseM£iim iT.Jsfiri; ,;'}"; &iitf?z& ifjfofiensin ffiwfnwff«*tfii jtfir/tii tr?:;'.:£>-ty. r ti*'.': pcn 
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[1] 







Das ist das feierliche Originalschreiben zum Thema "Maria, Königin von Palästina, als Ordenspatronin", 
dessen Text aus den Acta Apostolcae Sedis unten bereits angegeben ist. 
(Quelle: ANNALES OESSH VII) 

1. http ://l. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S-wGf8S7SwI/AAAAAAAAAJI/SHX_79iNM3g/sl600/UrkundeMariaPalestina2. 
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Damen in den päpstlichen Ritterorden (2010-05-15 08:01) 



Während verdiente Männer seit "unvordenklicher Zeit" vom Heiligen Stuhl in den Ritterstand erhoben 
worden waren, waren Frauen von solchen Ehrungen lange ausgeschlossen. Erst 1994 wurden erstmals 
Frauen zu Damen (nicht etwa Ritterinnen!) päpstlicher Auszeichnungsorden (Sylvester, Gregorius usw.) 
erhoben. 

Eine Ausnahme macht wieder einmal der Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem. Patriarch Valerga 
nahm am 15. April 1871 mit der englischen Gräfin (russischer Herkunft) Mary Francis Lomax erstmals 
eine Frau in den Ritterorden auf. Patriarch Bracco setzte diese Praxis fort und als Papst Leo XIII 
mit einem Brief vom 3. August 1888 diese Praxis offiziell erlaubte, waren schon etwa hundert Damen 
aufgenommen worden. Es wird berichtet, dass Mary Lomax in dieser Sache beim Heiligen Stuhl mit 
großer Hartnäckigkeit interveniert und vorgesprochen hat. 

Der heute verliehene Titel Domina (anfänglich verwendete man den altrömisch republikanischen Ehren- 
titel Matrona) entspricht der englischen Dame, wie sie von der britischen Krone vergeben wird. Der 
schwarze Ordensmantel hat seinen Ursprung in der einfachen Tatsache, dass Frauen (ausgenommen 
katholische Königinnen) bei feierlichen Empfängen des Heiligen Stuhls in schwarzer Kleidung ("dress 
code") zu erscheinen haben. 

49 



[1] 




Damen vom Heiligen Grab zu Jerusalem beim 



Gottesdienst auf dem Petersplatz im Heiligen Jahr 2000 

1. http ://2. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S-7KluSLNJI/AAAAAAAAAJQ/t7KfiRosiHU/sl600/Damen2000. jpg 



Das österreichische Damenproblem (2010-05-20 02:28) 




[1] 

Mrs. Elizabeth Arnold bei ihrer Investitur 1955 in der Salzburger Dreifaltigkeitskirche 

Kurz nach der Reaktivierung des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem wurden in Salzburg 
(wahrscheinlich auf Anregung des Großpriors und Fürsterzbischofs DDr. Andreas Rohracher) zwei Damen 
in den Ritterorden investiert, nämlich 1953 Maria Trapp und 1955 Mrs. Elizabeth Arnold. Während "Ba- 
ronin Trapp" als katholische Künstlerin (und auch als durch den Nationalsozialismus Vertriebene) geehrt 
werden sollte, wurde Mrs. Arnold, die Frau des letzten in Salzburg kommandierenden und sehr beliebten 
US-Generals (zwei Monate nach dem Staatsvertrag!) gewürdigt. Das provozierte Kritik, weil man fest- 
stellte, dass diese Damen wegen ihres künftigen Wohnortes in den Vereinigten Staaten am Salzburger 
Komtureileben nicht teilnehmen würden. Dass es den Ritterorden auch außerhalb Österreichs gab und 
gibt, wurde nicht akzeptiert. 

50 



Am 8. November 1955 machte das hoch angesehene Ordensmitglied Dr. Fritz Bock (damals Vizekanzler 
der Republik) beim Lesen des Bild-Telegraphs eine Entdeckung: In New York war die berühmte Operndiva 
Maria Jeritza (obwohl sie bereits zum vierten Mal verheiratet war) in den Ritterorden aufgenommen 
worden. Sein Brief an die Ordensregierung entfesselte einen Sturm der Entrüstung, der u.a. die Folge 
hatte, dass in Osterreich keine Damen mehr investiert wurden. Erst auf ausdrücklichen Befehl des 
Kardinal-Großmeisters Caprio wurden 1994 (nach 39 Jahren Pause) wieder Damen in Österreich in den 
Ritterorden aufgenommen. 

1. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S_UDB6vl6oI/AAAAAAAAAJY/L41si6V6Vlw/sl600/Arnold. jpg 



Der Ritterschlag im Heiligen Grab zu Jerusalem (2010-05-27 09:46) 




[1] 

Phantasievolle Darstellung des Ritterschlages aus dem Reisebericht des Heinrich Wölffli, 1520 

(Quelle: Die Grabeskirche in Jerusalem, Belser Verlag) 

Felix Fabri schildert in seiner bekannten Beschreibung seiner Pilgerreise {Evagatorium in Terrae Sanctae, 
Arabiae et Egypti Peregrationem) die er im Jahre 1483 unternommen hatte, ausführlich den Ritterschlag 
(Übersetzung aus dem Lateinischen, herausgegeben von Herbert Wiegandt): 

Als nun die Prozession in der Grabeskirche vollzogen und zu End gebracht 
war, berief der Frater Johannes (von Preußen) eine Stunde vor Mitternacht alle 
adligen Pilger, welche die Ritterschaft empfangen wollten, zu sich in die Golgo- 
thakirche, das heißt, in den Chorraum, der die Weltmitte ist, und begann den 
vor ihm versammelten Grafen, Baronen und Adligen die Satzung der Ritterschaft 
vorzulegen 



Zuerst rief er demnach den edlen Herrn Johannes Graf von Solms zu sich in das Innere der 
Grabhöhle, wo sich die aller heiligste Grablege befindet, gürtete ihm ein ritterliches Schwert 
um die Hüfte und schnallte ihm Sporen an die Füße; dann hieß er ihn, niederknien und 



51 



sich über die Grabstätte des Herrn zu beugen, so dass seine Knie den Boden berührten und 
Brust und Arme auf der Grabplatte lagen. Als er sich nun niedergebeugt hatte, ergriff Frater 
Johannes das Schwert, mit dem der Graf vorher umgürtet worden war, zog es aus der Scheide 
und schlug ihm im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes mit der flachen 
Klinge dreimal auf die Schultern. Als dies geschehen war, hob er den Grafen auf, nahm ihm 
Schwert und Sporen ab, küsste ihn und entbot ihm den achtungsvollen Segenswunsch. 



1. http ://3. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S_612UHp91I/AAAAAAAAAJo/Xh401QqpGFE/sl600/Ritterschlagl520. jpg 



Das Heilige Grab in der Grabeskirche von Jerusalem um 1486 (2010-05-27 10:18) 



i 




[1] 

Diese farbige Tuschzeichnung wurde 1487 von Konrad Grunenburg angefertigt 

(Quelle: Die Grabeskirche in Jerusalem, Belser Verlag) 

Das Heilige Grab ist seit der Antike immer wieder neu gestaltet worden, hier ist es in der Form zu sehen, 
die es seit den Kreuzzügen hatte (wie etwa in der Kapuziner kirche von Eichstätt nachgebaut) und bis 
zur Neugestaltung durch Bonfatius von Ragusa 1556 beibehielt. 

1. http ://3. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/S_6ngHp0hcI/AAAAAAAAAJw/B_01SSnVPls/sl600/HeiligGrabl487b. jpg 



Basilica und Heiliges Grab zur Zeit Kaiser Konstantins (2010-05-28 02:23) 
Basilica und Heiliges Grab zur Zeit Kaiser Konstantins 



52 



In den letzten Jahrzehnten machte die archäologische Forschung große Fortschritte. Sowohl durch 
Grabungen in der Grabeskirche selbst, als auch durch die Identifizierung eines Modells der "Aedicula" in 
Narbonne steht heute die ursprüngliche Gestalt des Heiligen Grabes, wie es zur Zeit Konstantins gebaut 
worden war, eindeutig fest. 







Diese zeichnerische Rekonstruktion des Israel Museum, zeigt den achteckigen Grundriss, den muschelar- 
tig gestalteten Eingang, die rechteckige Vorhalle mit Gittern und das spitze Dach der konstantinischen 
Aedicula. 

Den Gesamtrahmen der prachtvollen Anlage zeigt die untenstehende Rekonstruktion (aus gleicher Quelle, 
im Bildband Die Grabeskirche von Jerusalem im Belser Verlag wiedergegeben) 




[2] 

Links unter der Kuppel die Aedicula (das Heilige Grab), vorn in der Mitte Golgotha, rechts die Basilica 

1. http : //l . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S_-Ililhy7I/AAAAAAAAAJ4/uTGh_AVQdlU/sl600/HeiligGrab350b .jpg 

2. http : //3 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/S_-LC2hCGXI/AAAAAAAAAKA/CPoEf gDCB98/s!600/Grabeskirche350b .jpg 



Investitur der Grabesritter in Rom (2010-05-30 06:16) 

Die Statthalterei Rom des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem hat das einzigartige Privileg, 
ihre Investituren (Aufnahmen neuer Mitglieder) in den ehrwürdigsten Hauptkirchen der abendländischen 
Christenheit feiern zu können. 

(Bilder durch Anklicken vergrössern) 



53 




[1] 

Am Vorabend der Investitur wird die Vigil in Santa Maria Maggiore gefeiert (hier im Dezember 2005) 




[2] 

Investitur in der Lateran Basilica, vor dem Altar Kardinal- Großmeister Furno (Dezember 2005) 

1. http : //l . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/TAJ j 51bZrGI/AAAAAAAAAKg/Eqf 2 J7BFveg/s 1600/Lateran2005 . jpg 

2. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TAJjWP3PMiI/AAAAAAAAAKY/-X5J0H57TEE/sl600/MariaMaggiore2005. jpg 



1.4 Juni 

Vereinigungen päpstlicher Ritter (2010-06-17 01:43) 

Während der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem korporativ organisiert ist, fehlt dieser As- 
pekt den anderen päpstlichen Orden. Im Normalfall erhält der Geehrte diese Auszeichnung im Rahmen 
einer Feier, erhält aber keinen Kontakt zu anderen Ausgezeichneten und bleibt mit seine Ritterwürde 
allein. In einigen Länder empfanden päpstliche Ritter dies als Mangel und gründeten Vereinigungen der 
Ausgezeichneten zum Zweck sozialer Kontakte. 

Beispielhaft sei dazu angegeben: 

In Frankreich "Les Chevaliers Pontificaux", ein bereits 1890 gegründeter vornehmer Verein 

http://www.oeuvres-uof.org/chevpontif/index.htm 



54 




[1] 

Im Vereinigten Königreich "Association of Papal Orders in Great Britain of Pius IX, Saint Gregory and 

Saint Sylvester", etwa 1960 gegründet. 

http://www.papalknights.org.uk/index.html 

In den USA "National Association of Papal Honorees", vor etwa zehn Jahren von Guy Stair Sainty 

gegründet. 

http://www.papalhonorees.org/indexl.htm 

1. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TBnhwz51gII/AAAAAAAAANA/tp4Kav_EuH0/sl600/medaillon02. jpg 



Projekte im Heiligen Land (2010-06-17 02:02) 

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem plant, organisiert und unterstützt Projekte des Lateinis- 
chen Patriarchats. Dazu hat die römische Ordensregierung eine "Heilig-Land-Kommission" eingerichtet. 
In den Newsletters [l]http://www.vatican.va/roman _curia/institutions _connected/oessh/en/subindex 
_en.html des Ritterordens kann man die aktuellen Vorhaben nachlesen. 

Derzeit werden folgende Vorhaben abgewickelt: 

• Bau einer Kirche in Akaba (Jordanien) 

• Schulerweiterung in Rameh (Israel) 

• Renovierungsarbeiten an den Schulen AI Wahadneh, Kerak und Naour (Jordanien) 

• Renovierung des Konvents der Rosenkranzschwestern in Reneh (Israel) 



[2] 




__. "IiY fii:il J.ilu 



55 



Kardinal- Großmeister Foley auf Besuch in einer Schule des Patriarchats (2010, Beit Jala) 



1. http: //www. vatican. va/roman_curia/institutions_connected/oessh/en/subindex_en. html 

2. http ://3. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TBnovaXeZII/AAAAAAAAANs/t4NXccVPpI8/sl600/foley-ecole-beit- jala. 
JPg 



Grabesritter im Facebook (2010-06-17 02:10) 



Augenscheinlich sind die Damen und Ritter des Ordens vom Heiligen Grab mit dem Web 2.0 gut vertraut; 
es gibt eine Facebook - Gruppe dazu: 

[l]http: //www. facebook. com/group.php?gid=3983101 1360 &v=info 

1. http: //www. facebook. com/group.php?gid=39831011360&v=inf o 



Sant' Onofrio al Gianiculo (2010-06-22 01:23) 



Im Rahmen der durch Papst Pius XII erfolgten Neuorganisation des Ritterordens vom Heiligen Grab 
zu Jerusalem wurde dem Orden die Kirche Sant' Onofrio al Gianiculo (bereits 1945) samt dem ange- 
bauten Coenobium und dem Tasso Museum als Sitz zugewiesen. Dieser Gebäudekomplex ist nach dem 
Lateranvertrag exterritorial. Am 15. Jänner 1950 wurden in der Kirche die neuen Statuten feierlich 
verkündet. 



[1] 




Sitzend links: Kardinal- Großmeister Canali; sitzend rechts :Patrarch Gori 
56 



[2] 




i Sant'Onofrio al Gianiculo 



Im Nebengebäude der Kirche befindet sich eine Gedenkstätte für Torquato Tasso, den Dichter des 
"Gerusalemme Liberata". Während in unserem Sprachraum Tasso eigentlich nur durch Goethes Drama 
bekannt ist, wird er in Italien als großer nationaler Dichter verehrt. 




[3] 

Sant'Onofrio al Gianiculo 



Denkmal für Torquato Tasso im Gebäude von 



Durch Tassos "Befreites Jerusalem" haben die Kreuzzüge im italienischen Literaturkontext einen anderen 
Stellenwert als im deutschen Sprachraum. 

1. http : I II . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/TCBwJRZaoHI/AAAAAAAAAN0/kX_YpyZXYII/sl600/Canali0nof rio2 .jpg 

2. http : //3 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/TCB-Mgii72I/AAAAAAAAA0U/smDlW0cCEYk/sl600/ünof rioAnnales .jpg 

3. http : //4 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/TCB4n0sSSzI/AAAAAAAAAGM/PPnL4B6nT j Q/sl600/Torquato_Tasso0nof rio . 
jpg 



57 



"Consulta" des Ritterordens vom Heiligen Grab 1950 (2010-06-22 01:37) 



Der überaus tatkräftige Kardinal-Großmeister Canali nutzte Sant' Onofrio auch für die Sitzung der 
Consulta (Generalversammlung der Ordensleitung) im Jahre 1950. 






[1] 




Die Mitglieder der Consulta des Ritterordens im Kreuzgang von Sant' Onofrio; 

von links: Patriarch Alberto Gori, Marchese Mario Mocchi (in Uniform), Großmeister Canali, Principe 

Filippo Orsini, Erzbischof Valerio Valeri, Conte Enrico Galeazzi 

(Quelle: Der Ritterorden vom Hl. Grabe, Dr. Valmar Cramer, Köln 1952) 

Wie man sieht, erträgt Patriarch Gori die Entmachtung des Lateinischen Patriarchen in der Or- 
densführung mit Fassung. Bemerkenswert die Präsenz des römischen Hochadels. 

1. http ://3. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TCB0ruU2jWI/AAAAAAAAA0E/vokVqFLxMmU/sl600/CanaliGori. jpg 



Heiliges Jahr 1934 (2010-06-22 11:08) 



Durch die 1929 zwischen dem Heiligen Stuhl und Italien geschlossenen Lateranverträge hatte sich das 
Klima zwischen Kirche und Staat in der Monarchie Italien ungemein verbessert. War auch die Monarchie 
in Wirklichkeit eine faschistische Diktatur unter Mussolini, so agierten Papst Pius XI und König Vittorio 
Emanuele III protokollarisch so, als ob Mussolini wirklich nur Premierminister gewesen wäre. 

58 




[1] 

Pius XI Im Heiligen Jahr fand im Februar 1934 eine bemerkenswerte Veranstaltung des durch Pius 
XI neu geordneten Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem statt. Etwa 200 Damen und Ritter 
unter Führung durch den Referendar Marchese Mario Mocchi, Statthalter (Deutschland) Fürst zu Salm- 
Reifferscheidt, Statthalter (Frankreich) Comte Adrian d'Esclaibes, Statthalter (Lombardei) Principe Car- 
los Ludovico Gonzaga besuchten in Prozession die Hauptkirchen St. Peter, Santa Maria Maggiore, San 
Giovanni in Laterano und Santa Croce in Gerusalemme. 

König Vittorio Emanuele III, der nach 1929 wie seine Frau, Königin Elena und die Prinzen, Mitglieder 
des Ritterordens geworden waren, empfing am 26. Februar vormittags die Damen und Ritter festlich im 
Quirinal. Zu Mittag gewährte Papst Pius XI eine Audienz für alle Damen und Ritter im Konsistoriensaal 
und hielt eine längere, sehr freundliche und aufmunternde, Ansprache. Dabei wies er darauf hin, dass 
das christliche Leben in der heiligen Kommunion seine tiefste Kraftquelle habe. 

Am späten Nachmittag gab der Premierminister Mussolini einen Empfang im Palazzo Venezia, wobei er - 
augenscheinlich um gutes Klima bemüht - dem Motto "Ritter Christi und Söhne der Nation" zustimmte. 
Daraus heute ableiten zu wollen, dass der Ritterorden faschistisch gewesen sei, könnte nur bei totaler 
Unkenntnis damaliger gesellschaftlicher Wirklichkeiten erfolgen. 

Abschließend bereitete der Großmeister des Souveränen Malteserordens Principe Chigi in seiner Residenz 
auf dem Aventin einen großen und liebenswürdigen Empfang. Dies wurde nach den Zwistigkeiten der 
vergangenen Jahre als sehr wohltuend empfunden. 

1. http : //3 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/TCD7-nc2a_I/AAAAAAAAA0k/h_8eluErKAU/sl600/Pius_XI . _1JS . jpg 



1.5 Juli 



Die goldene Rose (2010-07-31 12:40) 



Am Rande unseres Themas steht die von den Päpsten gewährte Auszeichnung durch die "Goldene Rose". 
Früher wurden tugendhafte katholische Herrscherinnen durch die Überreichung einer goldenen Rose vom 
Heiligen Stuhl ausgezeichnet. 

59 



[1] 




Goldene Rose von Giuseppe und Pietro Paolo Spagna um 1818 (Weltliche Schatzkammer, Wien) 

Der Bogen der Ausgezeichneten spannt sich von Königin Giovanna von Sizilien (1386) bis zur 
Großherzogin Charlotte von Luxemburg (1956), der letzten Empfängerin dieser hohen Ehre. In den 
letzten Jahren wurden katholische Wallfahrtsorte wie Mariazell oder Altötting durch diese Auszeichnung 
hervorgehoben . 

Bis zum Pontifikat Pauls VI gab es einen "Überbringer der Goldenen Rose", ein Hofamt des päpstlichen 
Stuhls, das zuletzt von Fürst Massimo Lancellotti ausgeübt wurde. Principe Paolo Enrico Massimo 
Lancellotti war bis zu seinem Tod im Jahre 2004 Generalstatthalter des Ritterordens vom Heiligen Grab 
zu Jerusalem. 

1. http: //l.bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TFR5MynbheI/AAAAAAAAA00/zrMuGNR9aYs/sl600/Goldene+Rose-Wien. JPG 



1.6 August 



Kardinal-Großmeister Maximilian de Fürstenberg (2010-08-01 01:50) 



Der aristokratische Kurienkardinal (geboren 1904 auf Schloss Ter Worm) war von 1972 bis zu seinem Tod 
im Jahre 1988 Kardinal-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. 

60 



[1] 




Großmeister Maximilian de Fürstenberg unterhielt in seiner langen Leitungstätigkeit enge Kontakte zur 
Statthalterei Österreich und nahm u.a. an Investituren in Salzburg und Innsbruck teil. Durch seine 
reichen Erfahrungen als päpstlicher Diplomat verstand er es den Ritterorden glanzvoll zu führen. Dabei 
war er sich der Gefahren einer vordergründigen Prachtentfaltung sehr wohl bewusst; er sagte in Innsbruck 
zu umstehenden Rittern: "Meine Herren, bedenken Sie, welche Provokation ihr Auftreten bedeutet, wenn 
ihre Lebensführung damit nicht übereinstimmt!" 



Im Bild trägt er das Kollar des Ritterordens, das unter seinem Nachfolger neu gestaltet wurde. 



1. http ://4. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TFUycI04kwI/AAAAAAAAAQ8/yl9zsMah0y4/sl600/F7.C37.BCrstenberg2. jpg 



Kardinal-Großmeister Giuseppe Caprio (2010-08-02 01:20) 



Giuseppe Kardinal Caprio (1914 - 2005) war von 1988 bis 1995 Magnus Magister des Ritterordens vom 
Heiligen Grab zu Jerusalem. Wie sein Vorgänger de Fürstenberg war er päpstlicher Diplomat. 

61 




[1] 

Nach seiner Ernennung zum Kardinal wurde er Präsident der Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls 
und dann Präsident der Präfektur für ökonomische Angelegenheiten des Heiligen Stuhls. Als Kardinal- 
Großmeister nahm er an der österreichischen Investitur 1994 in Wien teil; dabei wurden auf seine Anord- 
nung hin erstmals wieder Damen in den Ritterorden investiert. 

Die Exequien für den verstorbenen Kardinal hielt Papst Benedikt XVI selbst und hob die Verdienste des 
Verewigten dabei besonders hervor. 

Im Bild trägt Kardinal Caprio das Kollar in der neuen Form, die bis heute Gültigkeit hat. 

1. http ://2. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TFZ8gE2hauI/AAAAAAAAAPE/il8qfp9WXes/sl600/CaprioGrossmeister2. jpg 



Kardinal-Großmeister Carlo Furno (2010-08-03 02:09) 

Wie sein Vorgänger war auch Carlo Kardinal Furno päpstlicher Diplomat. Er wurde 1995 von Papst Jo- 
hannes Paul II zum Magnus Magister des Ritterordens vom heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und blieb 
es bis 2007. Daneben übte er auch mit Freude das Amt des Erzpriesters von Santa Maria Maggiore aus. 



[1] 
62 




Kardinal Furno legte in seiner Leitungstätigkeit großen Wert auf Schlichtheit, Sparsamkeit und Effizienz. 

Gerne betonte er, dass ein Orden ohne Ordnung kein Orden sei! 

Er nahm 1999 in Innsbruck und 2001 in Wien als Hauptzelebrant an Investituren in Osterreich teil. 




[2] Kfl^^^Hu I Kardinal- Großmeister Carlo Furno 

mit Generalgouverneur Conte Ludovico Carducci Artenisio im Fiaker in Wien (2001) 



1. http://2.bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TFfbXMr0LvI/AAAAAAAAAP4/fZl-zhQYFbQ/sl600/FurnoGroy,C3*/.9Fmeister. 

JPg 

2. http : //4 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/TFf f vRj 9DGI/AAAAAAAAAQA/PxT0D8oC5eU/sl600/FurnoWien2 . jpg 



1.7 September 



Kardinal-Großmeister Eugene Tisserant (2010-09-07 10:48) 



Nach dem Tod des Großmeisters Canali wurde der Kurienkardinal und Kardinaldekan Eugene Tisserant 
1960 von Papst Johannes XXIII zum neuen Magnus Magister des Ritterordens vom heiligen Grab zu 
Jerusalem ernannt. Schon durch seine Erscheinung und sein Auftreten war er im Zeitalter der ersten 
TV-Ubertragungen kirchlicher Zeremonien sehr bekannt. 

63 



[1] 




Seine Leitungstätigkeit führte zu Spannungen mit der Statthalterei Deutschland, während er dagegen 
gerne Osterreich (besonders Mariazeil) besuchte. Er blieb bis zu seinem Tod 1972 im Amt. 



1. http ://2. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TIZ5_31aGtI/AAAAAAAAAQQ/xrxAlcUemcg/sl600/Tisserant_sw. jpg 



1.8 Oktober 



Erzbischof Cardinale (2010-10-16 07:39) 



Hyginus Eugene Cardinale - trotz seines Namens nur Erzbischof - schrieb 1982 das Standardwerk über 
die katholische und besonders die päpstlichen Ritterorden. Nach seinem Tod (1983) führte Peter Bander 
van Düren die Arbeit fort und publizierte eine verbesserte Auflage. 



64 




[1] 



HYGIMUS liUGJirifc'CAWlINAUi 
T i r irJa r Ä rf Ji W s bv p v f .^ rj* c 



HygimiS F,uj>«ne Cardindc 



[2] 




Edited and reviscd 

by 

[ VLii EandW van Düren 



Das Werk wurde vom damaligen Staatssekretär Kardinal Casaroli mit einem Vorwort versehen: 

Ritter zu werden bedeutet nicht nur einen Ehrentitel zu erhalten - ist er auch wohl verdient 
- sondern das Böse zu bekämpfen, das Gute zu stärken und die Schwachen und Unterdrückten 
zu verteidigen 



(aus dem Englischen übersetzt) 



65 



1. http ://3. bp.blogspot.com/_fv8pI14blgM/TLm22K9IoXI/AAAAAAAAAQw/2wWoVdZbjiM/sl600/Cardinalel. jpg 

2. http : 1/1 . bp . blogspot . com/_f v8pI14blgM/TLm3G5mFMZI/AAAAAAAAAQ0/ü JyPnHel51Q/s 1600/CardinaleBuchl .jpg 



Der Heilige Stuhl und seine Ritter (2010-10-17 06:20) 

Wie geht der Heilige Stuhl mit seinen Damen und Rittern um? 

Die Mitglieder des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem sind eingefügt in eine Organisation, 
die sich ihnen spirituell und auch gesellschaftlich widmet. So werden gemeinsame kirchliche Feste (z.B.: 
Investituren) oder Pilgerreisen, so wie auch lokale Treffen veranstaltet. 

Ganz anders ist es bei den anderen päpstlichen Ritterorden. Das Ernennungschreiben des Staatssekre- 
tariates wird festlich überreicht und das war es dann auch schon. Sofern sich diese Damen und Ritter 
nicht selbst organisieren, werden sie nie als solche gemeinsam auftreten. Auch kirchliche Einladungen 
bleiben in der Regel (unter diesem Titel) aus; wer nicht anderweitig (wie allerdings meist der Fall) kirch- 
lich engagiert ist, hört vom Vatikan nichts. Das ist vermutlich ein großer Fehler, den der Heilige Stuhl 
genau so, wie viele andere Staaten auch, begeht. Man verzichtet leichtfertig auf Menschen, die sich bereits 
bewährt haben, ja die man ja selbst dafür ausgezeichnet hat. Damit aktiviert man ein großes Potential 
nicht, das gerade in einer Zeit des Niederganges der öffentlichen Meinung über die Kirche sehr hilfreich 
sein könnte. 



1.9 Dezember 

Privilegien eines Ritters vom heiligen Grab (2010-12-11 02:00) 

Noch immer geistert bei Personen, die ihr lateinisches Diplom nicht lesen können, die Meinung herum, 
dass sie als päpstliche Ritter in den Petersdom hoch zu Ross einreiten dürften. Dies gehört zu den unaus- 
rottbaren Unsinnsbehauptungen, wie sonst z. B.: dass die römische Kirche behauptet habe, dass die 
Erde eine Scheibe sei. 

Die zahlreichen Behauptungen über Privilegien der Grabesritter sind differenzierter zu beurteilen. Da 
ihr Ursprung im Spätmittelalter zu suchen ist, muss man sich zuerst die soziale Stellung eines Grabesrit- 
ters im fünfzehnten Jahrhundert vergegenwärtigen. Damals erhielten hohe und höchste Standespersonen 
(z.B.: Herzog Ernst der Eiserne, Kaiser Friedrich III) den Ritterschlag am Heiligen Grab (während die 
Ritter des Hospitals vom Heiligen Johannes - die später so genannten Malteser - durchwegs die dritt- oder 
viertgeborenen Söhne adliger Familien mit begrenztem Vermögen waren). Der Ritterschlag in Jerusalem 
war ein teurer Höhepunkt im Leben eines frommen Fürsten, der etwa Ottheinrich von der Pfalz ein Jahre- 
seinkommen kostete und kein (allerdings lebensgefährlicher und frommer) Beruf zum Lebensunterhalt. 

Der darin sichtbare hohe Stellenwert des Ritterschlages am Heiligen Grab wurde dann damit illustriert, 
dass zeitgenössische Autoren (etwa Felix Fabri) viele Vorrechte eines Grabesritters auflisteten. Vorrechte, 
die eine hohe Standesperson natürlich auch durchsetzen konnte. (Man vergleiche damit die Geschichte 
des Privilegium maius, das das Haus Habsburg mit Hilfe einer gefälschten Urkunde beanspruchte und 
schließlich durch politische Macht durchsetzte). 

Diese Privilegien und Vorrechte eines Ritters vom heiligen Grab wurden kodifiziert und mit dem Ti- 
tel eines päpstlichen Comes Palatinus Lateranense verbunden, da der Ritterschlag am Heiligen Grab 
ursprünglich ein autonomer Akt hochadliger Personen und damit außerhalb des päpstlichen Rechtes an- 
gesiedelt war. 

66 



In der italienischen Ausgabe der Wikipedia wird zum Stichwort "Ordine equestre del Santo Sepolcro di 
Gerusalemme" ausgeführt, dass den Rittern Titel und Privilegien eines Conte palatino zukamen. 

Questa tradizione e confermata, tra gli altri, dal Bascape (G. Bascape, "Gli ordini cav- 
allereschi in Italia", Milano, 1972 et G. Bascape, "Gli ordini cav alleres chi in Italia, storia e 
diritto", Milano 1992), il quäle, afferma: "I maggiori privilegi annessi alla digniik equestre 
del Santo Sepolcro consistono, secondo la tradizione, nel nobilitare il cavaliere - qualora esso 
non fosse stato nobile - e nel conferirgli il titolo ed i privilegi di [ljconte palatino (o del Sacro 
palazzo lateranense) come per i cavalieri pontifici dello Speron doro". E pur vero che i cava- 
lieri del Santo Sepolcro erano, di diritto, conti palatini; basti ricordare le lapidi sepolcrali di 
Guarino de Berte (14 70) e di Pietro de Steven (1 568) in S. Martino e S. Pietro de Lilla, dove 
sono chiamati cavalieri gerosolimitani del [2]Santo Sepolcro e conti palatini del Sacro palazzo 
lateranense. Gli antichi giureconsulti dicevano: "Militia nobilitat ut quisque est miles, con- 
tinuo est nobilis". Anche il La Roque scrive che una delle primitive forme di nobiliä consiste 
nel fatto di armare cavaliere colui che si vuole nobilitare. A conferma lo storico riporta una 
lunga serie di bolle e di brevi nei quali la [3]Santa Sede si rivolge ai cavalieri del [4]Santo 
Sepolcro con il titolo di "comes". 

Interessant ist in diesem Text auch die Feststellung "Militia nobilitat", was bedeutet, dass durch den 
Ritterschlag eine Erhebung in den Adelsstand bewirkt wird. Was das in Osterreich, wo der Adel 
rechtlich abgeschafft ist, soziologisch aber als abgeschlossene Gruppe verwandter Familien (mit hohem 
Standesethos) existiert, wirklich bedeuten könnte, ist nicht leicht zu klären. 

1. http://it .wikipedia. org/wiki/Conte_palatino 

2. http : //it . wikipedia . org/wiki/Santo_Sepolcro 

3. http : //it . wikipedia . org/wiki/Santa_Sede 

4. http : //it . wikipedia . org/wiki/Santo_Sepolcro 



Protokollarische Präzedenz (2010-12-11 02:28) 

In der Welt der Staatsempfänge, aber auch der kirchlichen Veranstaltungen stellt sich immer wieder die 
Frage, wer den "besseren Platz" erhalten muss. Darum kümmert sich bekanntlich das "Protokoll", das im 
kirchlichen Raum von einem Zeremoniär administriert wird (bisweilen mit physischer Gewalt - so etwa 
immer wieder ein "Bodycheck" in der Grabeskirche). 

In der italienischen Ausgabe der Wikipedia zum Stichwort "Ordine equestre del Santo Sepolcro di 
Gerusalemme" steht dazu zu lesen: 

L 'Ordine ha la precedenza neue cerimonie e nei palazzi apostolici su ogni altro ordine, 
compreso quello di [l]Malta.MW 

Die Fußnote dazu lautet: 

[3]Bolla pontificia In supremo militantis Ecclesiae, del 7 gennaio [4] 1746, con il quäle 
[5]papa Benedetto XIV sanci la precedenza su ogni altro ordine ad eeeezione di quello [6] dello 
Speron d'oro. 

Im kirchlichen Österreich ist der protokollarische Vorrang des Ritterordens vom Heiligen Grab gegenüber 
jedem anderen Orden praktisch allen Zeremoniären vollständig unbekannt; die Grabesritter sind auch 
mit Demut und guter Laune nicht darum bemüht, ihr protokollarisches Recht durchzusetzen. 

67 



1. http : //it . wikipedia . org/wiki/ürdine_di_Malta 

2. http: //it . wikipedia. org/wiki/Grdine_equestre_del_Santo_Sepolcro_di_Gerusalemme#cite_note- 3 

3. http: //it .wikipedia.org/wiki/Bolla_pontificia 

4. http : //it . wikipedia . org/wiki/1746 

5. http : //it . wikipedia . org/wiki/Papa_Benedetto_XIV 

6. http : //it . wikipedia . org/wiki/Grdine_dello_Speron_d°/,270ro 



Pflichten eines päpstlichen Ritters (2010-12-19 10:21) 

Im Zusammenhang mit dem Protestaufruf des ehemaligen Politikers, Kirchenkritikers und Astrologen 
Herbert Kohlmaier gegen die Kirchenleitung, hat das Staatssekretariat des Heiligen Stuhls eine wichtige 
Feststellung getroffen. 

Der Substitut Erzbischof Fernando Filoni schrieb an Herbert Kohlmaier, dem vor Jahren das Großkreuz 
des Gregoriusordens verliehen worden war, in einem persönlichen Brief, dass 

die hohe Auszeichnung Respekt und Wohlwollen gegenüber dem Nachfolger Petri und dem Apostolischen 
Stuhl erwarten lasst. 

Damit ist geklärt, dass ein päpstlicher Ritter mit der Annahme der Auszeichnung auch Verpflichtungen 
übernommen hat! 

Erfreulicherweise hat Herr Kohlmaier daraufhin seinen Gregoriusorden zurückgegeben. 



G8 



Chapter 2 



2011 



2.1 Januar 

Leistungsbilanz der Grabesritter 2010 (2011-01-19 06:11) 

Im aktuellen [1] Newsletter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem teilt der Großmeister John 
Patrick Kardinal Foley mit, dass der Orden derzeit über 27.000 Damen und Ritter zählt. Die Beiträge 
der Mitglieder an das Großmagisterium erreichten 10 Millionen US-Dollar. 

Als besonders erfreulich erwähnt der Kardinal-Großmeister die Anerkennung des Ritterordens durch den 
Heiligen Vater, besonders bei dessen Reise nach Zypern, die von Ordensmitgliedern begleitet worden 
ist. Auch hat Papst Benedikt XVI führende Mitglieder der Ordensleitung zur Bischofssynode für den 
Mittleren Osten eingeladen. 




[2] E&NflSJ 

Grabesritter bei der Papstmesse in Zypern 



1. http://www.vaticEoi.va/roman_curia/institutions_connected/oessh/newsletter/news-letter21_ge .pdf 

2. http : //l . bp .blogspot . com/-cX0RFHx0oI8/Tb_wTtp9TtI/AAAAAAAAAWg/ALi73ecPeqk/sl600/ZypernBorromeo .jpg 



2.2 Februar 



Internationalität der Ordensleitung (2011-02-14 05:55) 



Das zentrale Leitungsamt des päpstlichen Ritterordens vom heiligen Grab zu Jerusalem wirkt in Rom, 
ist aber in der Struktur seiner leitenden Persönlichkeiten (nicht des Büropersonals) international zusam- 
mengesetzt. 

69 



Von den 22 Personen dieses Gremiums kommen 7 aus den USA (drei davon leben in Rom), 6 aus Ital- 
ien, 7 aus Europa (ohne Italien), je einer aus dem Heiligen Land und aus Australien. Die Namen der 
Persönlichkeiten des Großmagisteriums findet man auf der [l]Website des Ordens. 







[2] 

Wie in der katholischen Kirche auch sonst üblich, so ist auch hier das Prinzip der Internationalität 
gewahrt, wobei die Römer wegen ihrer räumlichen Nähe überrepräsentiert sind. Auffallend ist der hohe 
Anteil an US- Amerikanern. Dies entspricht allerdings der Nationalität der Damen und Ritter, die in den 
USA und in Italien einen zahlenmäßigen Schwerpunkt haben. 

1. http: //www. vatican. va/roman_curia/institutions_connected/oessh/en/subindex_en. html 

2. http ://4.bp. blogspot.com/-DEYgr0ivGXQ/TVkyXhswKiI/AAAAAAAAATo/HkdLedvsqlk/sl600/GMNationen. jpg 



Der diplomatische Dienst des Heiligen Stuhls (2011-02-14 06:27) 

Während die Aufnahme in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem durch einen Antrag des 
jeweiligen Statthalters über das Großmagisterium an das Staatsekretariat des Heiligen Stuhls gerichtet 
wird, wird die Verleihung der anderen päpstlichen Ritterorden durch die Botschaften (Nuntiaturen) dem 
Staatssekretariat vorgeschlagen. 

Das päpstliche Staatssekretariat unterhält durch seine Nuntiaturen [1] diplomatische Beziehungen zu 178 
Staaten. Die Nuntiaturen werden jeweils von einem Bischof geleitet und haben den diplomatischen Status 
von Botschaften nach internationalem Recht. Die päpstlichen Diplomaten werden an der [2]Pontificia 
Accademia Ecclesiastica ausgebildet. 

Die Wiener Nuntiatur besteht seit 1529 und ist damit die älteste Botschaft des Heiligen Stuhls. 




[3] 

Exzellenz Erzbischof Zurbriggen, Nuntius in Wien, beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten 
(Quelle: Nuntiatur Wien) 

70 



1. http: //www. vatican. va/roman_curia/secretariat_state/documents/rc_seg-st_20010123_holy-see-relations_ 
en.html 

2. http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_academies/acdeccles/index_ge .htm 

3. http : //3 . bp . blogspot . com/-B6L_DQxQ62k/TVk7b6kGCdI/AAAAAAAAATs/mkD6VRRRPMA/sl600/Nuntius2 .jpg 



Der Ritterorden vom Heiligen Grab in You Tube (2011-02-15 01:05) 

Unter RomeReports.com kann man viele interessante Videos finden, darunter auch über den Ritterorden 
vom Heiligen Grab. Empfehlenswert das Video: "The Knights of the Holy Sepulchre support the training 




of new leaders" [1] - -.*_a__^ __^^_^i5i_B In diesem Video sieht man auch 

Generalgouverneur Agostino Borromeo in seinem Büro in der Ordensleitung im Palazzo Rovere 



1. http ://!. bp .blogspot . com/-ZTyU5n-UYyk/Tb_0-LKExJI/AAAAAAAAAWY/9ElPBh-nGX8/sl600/Romereports . jpg 



Benedikt XVI am Heiligen Grab (im Jahre 2009) (2011-02-15 01:08) 

Auf You Tube (Channel "The Vatican") wurde der Besuch des Heilige Vaters in der Grabeskirche doku- 
mentiert. Auf dieser Pilgerfahrt im Jahre 2009 wurde der Heilige Vater von einer hochrangigen Delega- 
tion des Ritterordens vom heiligen Grab unter Führung von Kardinal- Großmeister John Patrick Foley 
begleitet. 




[1] 

Papst Benedikt XVI beim Gebet am Heiligen Grab 

1. http ://2.bp. blogspot. com/-5THCp0fY8sc/Tb_YaFuurXI/AAAAAAAAAWc/gdY2xFyZZtA/sl600/Benedikt+XVI+im+ 
Heiligen+Grab. jpg 



71 



2.3 März 



Rücktritt des Kardinal-Großmeisters (2011-03-02 02:02) 

Der Kardinal-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem John Patrick Kardinal Fo- 
ley hat wegen einer lebensbedrohlichen Erkrankung (Leukämie) den Heiligen Vater im Februar 2011 um 
Entlassung aus seinem Amt gebeten. Kardinal Foley befindet sich jetzt im Pflegeheim Villa St. Joseph in 
seiner heimatlichen Erzdiözese Pennsylvenien. Kardinal Foley hat sich in seiner kurzen Amtszeit von nur 
vier Jahren durch seine kluge, fromme und engagierte Amtsführung höchstes Ansehen bei den Damen 
und Rittern - und weit darüber hinaus - erworben. 




i-.ii- iii.ijin 



Vr*-rjrctrrrri 



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ih^l.uiijyuij-lj'j KsMyMuFJ i Hi.nlijii* 

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Uip Lüj 3¥TIUC'#^*f"-.'>-.'F»'l>*'l*^ i*l«J **l l*^p *JJ *■■*. 



[1] Der Abschiedsbrief des Kardinal- Großmeisters Papst 

Benedikt XVI hat bisher keinen Nachfolger für ihn ernannt. Die Ordensleitung wird - dem Statut 
entsprechend - einstweilen vom Assessor Erzbischof Giuseppe De Andrea wahrgenommen. 

1. https://lh5.googleusercontent.com/-akQiqbhjkfY/TW4YnUTZryI/AAAAAAAAATw/DoZsHPmhClE/sl600/FoleyAbschied. 
JPg 



2.4 April 

Patriarch Valerga in Köln 1867 (2011-04-16 10:19) 

Patriarch Joseph Valerga, erster Großmeister des von Pius IX neu gestalteten Ritterordens vom Heiligen 
Grab, besuchte auf seiner [1] Rundreise zu den europäischen Machthabern auch das schon damals in der 
katholischen Welt international bedeutsame Erzbistum Köln. 

72 




[2] 






Der Verein vom hl. Grabe (seit 1895: Deutscher Verein vom Heiligen Lande) berichtete in seinen Vere- 
insmitteilungen davon (auch das obige Portrait stammt daraus): 



73 





MORS * MBA -VITA* TVA' 



. •.jv^niiüi 




^Ünirtteinrc Mißrate : ; /(i 



XI, Sa^rgflttß. 



Äbüi, 1867. 



5. £eft. 



©tr Stfiiifi bit SEfiTitnffäa« befr firiligm 8ont>r( in ftMtt. 

Sie b[';.;n fifijUffcn ijcfif in irr ^ftuplTlalt hr G&rij(m&rit «rafften M 
£sTftan&c hf* SSttifinf* tcn E|ri(igrn föratl hti SÜOrl^cct tliib int QtttJ.. Ü r !j J^flili 
faftTi^en äBiirttntrlgcT fc* ^EtLjgrn yqnhrt in Situ jtl \t^a : LitnfrljtU (Lnrt jjdl' 
nitBiee ho Hier ü^tn haiitu niT Im *S*iu$ Urf ^^m. $rtrji ^otriaT^tn 

ton 3(T1lfa[iin, SJffflf. SöCcfläj brf (jwJjtn, £rrni apcftnlLfdjf n SJitflr* 
Uon ftift^Jittri, <S!fgr. diurtia, 1lnl b« tjliSja . $nta = 43 a. I fr £ U ftos .M 
Seifigen Saniic^, gr. Stramin JRifdni. 

fflkiiri Plt lE(t (Stfjntqitriii^riirf liiiftfrr ttriittr^sllrn Stfint-^Hnflni mit bfrt 

(u-itstiiUtrt b>i$ir>. §emn ih flürjs bijfi^iien fnllw, fn ifi ff notwitiflüifc tiit ftiit«; 
lein SM« fal fi^J ™ 5- SKJItk Jftjeit J(M!crl Ulli» HnilKtir* gßt Inst afimbüT 
wn £üj jji &I3 bff Sf(T««t1(l (Utlfgfil, Hin« Nitft unflpr^fTji^fji« ^Er-fLgnLJIt 
bjinVniC' *nij«BrnLnl(iL 9fc&rn Kr L"i rtj I - *«: : :*■ biiltt [iif; fl*IC OU$ (Ine &tyllt?llftitie 

oar, knrmt mnK Sir, int Ski^itftjiifit jk iai bm Siiitit «rfontii nifiäbtn ^ifiaub», 
reüm udfjfrmjinbfn Äräffc in $3etrac|t jifljt, tule fr hurr^ b*n SBanail in o4- 
girblgftl 9NlHf[l bVblltgt jiltt Itltl JlfJ a ( 6 fRl ^ fr t * n "'■•4" frl $ü([?qiuL!tiL i?<r Ö:i?' 
$<p r amimiir, SRiijjm, Cngtfcibw u. f. », iapyitt fJlftoar ma&in. 



[3] 

Weiter berichtet das "Organ ds Vereines" über eine Bitte des Patriarchen um finanzielle Hilfe: 



74 



131 

3m Oftnjm ift rt gibotai, bä i*iifrto<n tKjrfidjrig. ju fciir, Ufl bi:^(ig«njjuju11rttrttiit ■ 
tlä iiiic, '-•;■-! nugff-'ri !1i:iftdiAfn Jini rijirr tr^offltn HJtr6eff(ritn.g brr matcriiüjn Sogi iin> 
grutfcti [rin Faun, S>og &itfrt €ttuitt ixt Sattinrr nt$t byral HingiBte Unten 
(rni>;iig ÜtiLng! fein (jhti., ifl fl'or; rf liegt 11:$ nur Itl gralfftlt i^;-c tlj ri l-r-, Ulf 
fair tar Wu^tmthaiKC rnpjj[Lu>ir. S)?«[r jdljirn Hing, ttttui rr j:.rb gutn ItffirctHtf 

fliiFdjMtfct, Ui(* (|t b*itn fdfcfnKTfUnHi^ rin (fc*un&, e*i 'bei inJcVn. fflertwimi' 
elften oiii''J fliti^fk itJib ;iiiviifili(|i'rr wffiFjmi iwrfo ü« Sttru «n aWiFftrjiiaw 

fcEbfl, f ;c IUB1 $ljri( fnjl jelcn Upngnjii}*. m! &,rbifwtfil i.'( n I rn tltltrfjrm tniifjnt, 
[ff (lit §arlr* unb Ttirjb an Cpfffll, i\t Jiun fit Irr ©«fcn um ttm ®n((i* 
tüi!l:;i Gt^Hdü JwrttJI TS.ir.Ci. 

EDtit Stn^mipiig irt ftopagflHta imt itr fcnr ^atrtant In SttiifarcK 
*i:if ^IriütiialfiiTdjf unü cid $atTLäir4d[-(9tbilita tcridjltt. Raffet GrfebtH 1)1 Inf 
SirfibcitJ, jut ^D^iuxg trt ft IcrizA rnil tw SÖIiffiii-TKlrt iinü jriltttUtg jum graiinür 
IffrLmint. 5« Mtffm S*iH, *« Jj*fftBi(id) Em)*. noQrnfcl tantan {dun *), (qt tn 
(kwin. gdhi ^. Grafa feint* JJrU uia) Uittrcflüfl ung/ n jfjrtHi. 

Mm ®4)Tu(ff flintt SSnrtm&rf itirtrctäe tMfflr. Sjaftr^a baran, ba| rt iLjffl 
lnm& bir UjiferftPtwiain m Smin« tum >, Stabe frinrf ijpt inägtid] gönurb« 
frt, jmti Scr-.[cL:n[i?n ;:i ttrotriat, bft OreiU btf ^-0»^aniirt tuibtac Grat 
t*r 5- Clifüidi. ^t^nlinji« f(i Fril tfittin ^aQrlpiii&tn tiidjt »orfltTimitKit, isnb 
icni; flwdj greigrrt,, ju betttifen, ba| jjuiffdjtilic fttt Ht ffltte«$Hf[t"£iiHia Drt $a- 
ifiäK^aM pnrnegt tenrt<lt ffflfc, 

*J Utk -i-zin Ejin {inigil SUfTt bin bi* Sil! Ud1*iajlljq[>S(n]lF jn ?r.-:if:'r^ •::>. 3>« 
fiicä! mit fummt S<n ^gtnin^gtbJfibtt!, tjl^f g|| ^.^rin,*:' üffjiifns, dt Strang 
(Ht btn s.'rtLi;., m> Wirflrain ant jrtmilij ri» etpl^r *imcn, (injt im ji?[i3>f|Ki$jn. 
ilitüi 1k ©alii flf if in ji!bi[Hid emfe fliboHf, X«n 9ue! [ptf>[dSfb 4m 1te 
jrbodj b:i g«m tistt gnnlgLI^rR S-ffPii), nubfi IV» ii"af <4m* ibtf ©n : -K i£(Tiriü: 
f2B Sfiflw Hage osf S( ISitre Bnin.>. ©ic LH lini^Rig. Xal ffi;ü<!^i ; | ggl (Im 
»H-.!f nn «i/ r Wibr, blt ..irir(-i,*,|'> «hu frriznfr *'A Sltltr. Sic ScijKtp, |inl> nit 
;nbJn(Ti t^tTboui, ^if, nenn biet ciqc* ^«yt bic BrosUcning RBl^iunbig did4ck !:3h, 
bp !M1in»ni gnflncl retiMa Msncnj 6i( W/m «tif niiicm. cntipcc^rntiii ^nela biiuc 

"E:t Kic^r alib hu licr Stuftrm crliEtj blc ha 3abn brt trtujrt tnbfp rb)(r , dm 
b*Hn Hub H4 S 1 ") s,lEs4r tB * tiertc-j Utr he Siniiaj, bllbtt eint Wsfc, IE« tiiajr 
Wirt wnLjfKsi i£iH tlliäit jb^ia l biti g^c|i Job jiu(! nciitrc. 

StiüT. tili fr aa , tcTinttlLiit ga$ <J.[n[n=[L|1ti trt Crttnl cum j, Ccttc, gel bwft 
JHTi^t mit im tcjn jflirijfFi |j[tc.is'.ig(a ^ani:c(J:'atSi-brK (l\t (nUgcn $ä1rior4sl- 
fSg^uvrg b>l « Seil Str,n«n »in B. 3ifhp6, ntt^i cicr Öfljilf taürtt unb ls* iV-'picuf 
Hn 6. &ffr$ |u btjsrjfji tjiWnj *b(mii*tii) ( 's recit 8*i4f bk si-gi ultnicl firtj alt 
^•I4[u| (iüign ßablftirn Hojcrrt Scritnci im b>. <Sitlt, aut Int bri J8tnt»mint hl 
Cibi-s unn ;, Siabf trjjjtluit SiFvnni^tn gebvt, ,31 1(t]li tili Sit Eä^i «« Scbiuoi 
iai Stnciit., fa mit bLe featl^alLcniq bifiilbtnj mb ein (leiatr fjlU;tl, in tia ^lilnft- 
c^uif aa^ Ijlaiugttnjr ratibm Biiti." Unlti bitten QcTbiltnifTtn bot 9H[jt. Saltr^t P4 
4ii bir ItiKci mm ^. Ömbt grK+noti, Mmil bei fflcil agn bei 0**b, hu iwf^tr « jt- 

in "i- m-i =jn brCjin-rr. Itj:': , ou^ rdSltlltt lutlbt, n)b«n CT, Blhn b[C btlha 3aqn*- 
rJHfliH, ui|d>f rc ]flca (JiH^bal^ au blr]rl lOcil HD fctittB tri Eitiu* nett tj. 9t>^ 
^:: "i;ün htUcd, Pen linjiIarÄ ffliflrrt icjflisd) bit DTiflii^trit gibabts (c! . sna> cid* 
btfanbcic Sa^irtmcfc flr r<4 l" RiEnrH- Wir D»ri[t[a uietjt, ta£ a*r Biilnil bf* ^6pj Wf 
äntmii^rri in b<flra (jfoti 4tblA nrrti. 

9« 

[4] Augenscheinlich nutzte der Patri- 

arch den Ritterorden vom Heiligen Grab - wie auch vom Heiligen Stuhl vorgesehen - zur finanziellen 
Unterstützung des Lateinischen Patriarchates. 

1. http: //ritt er akademie .blogspot . com/20 10/03/geschichte-des-r itterordens-vom_18.html 

2. http : //3 . bp . blogspot . com/-TaZ-2HC_lUU/TanPEmp8_ JI/AAAAAAAAAUI/WJpf eBdJcuw/sl600/Bild2 . jpg 

3. http : //3 . bp . blogspot . com/-wcf WNbj-tNY/TarZEjW9Cf I/AAAAAAAAAUQ/Aw3_aWtM9xM/sl600/Titel . jpg 

4. http : //l . bp . blogspot . com/-vhiHbZt8KxQ/TaqSdJ_mxhI/AAAAAAAAAUM/AkquuAnZgrg/sl600/Grab2 . jpg 



Jakob Hermens (2011-04-17 08:15) 

Jakob Hermens (1831 - !880) Rittmeister a. D. und Privatgelehrter veröffentlichte 1867 das Buch "Der 
Orden vom heiligen Grabe". Das Werk wird - völlig zu Unrecht (und wie im deutschen Sprachraum 
üblich) - kaum beachtet, da es nicht die höheren Weihen eines konzessionierten Universitätsgelehrten hat. 
Um mit Max Ernst zu formulieren: Jakob Hermens war ein unbefugter Gelehrter. 

Er war u.a. Ritter des päpstlichen Sylvesterordens und Ritter vom Heiligen Grab; daher wohl auch sein 
Interesse an Ritterorden. Ich füge hier einige Seiten aus seinem Buch ein: 

75 



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[1] 



Titelblatt 



[2] 




Zeitgenössisches Ordenskreuz (mit Krone!) und Stern 



76 



* 






tu- h^-^-a x^Up. Ri ■ -iini #»,,;.. — ™ 







:.:■ 



^ 



[3] 



Siegel des Lateinischen Patriarchen, wie es den Ernennungsurkunden damals angefügt wurde 

1. http ://l. bp.blogspot.com/-odYqrS9Xxdg/TcBL01eoFvI/AAAAAAAAAW0/VEZZqEuSSLk/sl600/TitelH2a. jpg 

2. http ://4. bp.blogspot.com/-YYgSuonvZ5A/TcBL-UdUisI/AAAAAAAAAW4/BwJMczlTy-Q/sl600/Kreuz3a. jpg 

3. http ://l. bp.blogspot.com/-vnTdI0oZvbs/TcBMHNu-YGI/AAAAAAAAAW8/h0TFvrH6vRY/sl600/SiegelPata. jpg 



Bonifaz von Ragusa (2011-04-17 13:40) 

Bonifaz von Ragusa (1504 - 1582) war Guardian der Franziskaner in Palästina und damit Kustos des 
Heilgen Landes. Unter seiner Leitung wurde 1555 das Heilige Grab in der Jerusalemer Grabeskirche 
erneuert. Die Adicula bestand in dieser Gestalt bis zum Brand im Jahre 1808. 



[1] 




77 



Bernardino Amico, erste maßstabsgerechte Darstellung der Jerusalemer Heiliggrabädikula, 1620. Aus: 
Krüger 2000 

Später wirkte er erfolgreich als päpstlicher Diplomat, so etwa bei Philipp II von Spanien. 

Franciscus Quaresmius (1583 - 1650), der berühmte Chronist des Heiligen Landes berichtet über die 
[2] Privilegien der Ritter vom Heiligen Grab, wie sie von Bonifaz zusammengefasst worden waren (zitiert 
nach Jakob Hermens): 



-9 



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WttJ W4 Mrt tt**» «■ **♦* -**«. «M»** Ihr,!» 

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mit ipipiYhi tafpm YlWUt pfcBlll, < Mrf ItaiUrtH 

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F*to*i «tf^, "*■ n "*■>- ■>•* M (^n L>ri «fl i ^ iliil fe«.«!* 
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[3] 



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[4] 
78 



1. http ://4. bp.blogspot.com/-o9JZjnyHHew/TatRNv0AQqI/AAAAAAAAAUo/Ki0xj6aXEBY/sl600/Aedicula. jpg 

2. http://ritterakademie .blogspot . com/2010/12/privilegien-eines-ritters-vom-heiligen.html 

3. http : //3 . bp .blogspot . com/-531wDwlqX00/TatPU10_unI/AAAAAAAAAUg/F-W5hMAjk3A/sl600/Privilegienl .jpg 

4. http : //l . bp . blogspot . com/-9Eamxs JP480/TatPhf 4t48I/AAAAAAAAAUk/Hqawl9ZBTdQ/sl600/Privilegien2 . jpg 



Genevieve Garvan Brady (2011-04-27 06:31) 



Die unlängst in der ARD ausgestrahlte Sendung über Schwester Pasqualina enthielt einen Hinweis auf 
eine historisch wichtige amerikanische Katholikin, die sonst weithin vergessen ist. 

Genevieve Garvan heiratete 1906 Nicholas F. Brady (1878 - 1930) , einen Millionär aus New York, der 
der katholischen Kirche gewaltige Spenden zukommen ließ. So wie ihr Ehemann wurde auch Genevieve 
vielfach - insbesonders durch den Heiligen Stuhl - ausgezeichnet (Dame des Souveränen Ritterordens von 
Malta, Dame des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, päpstliche Herzogin). 

Als Witwe war sie 1936 für den damaligen Kardinal-Staatssekretär Eugenio Pacelli Gastgeberin bei dessen 
Besuchsreise in die Vereinigten Staaten. 




[1] 

Mrs. Brady mit Kardinal Pacelli in Inisfada (Long Island) 

Quelle: LIFE vom 13. März 1939 



[2] 
House) 




Inisfada (Quelle: St. Ignatius Jesuit Retreat 



Sie schenkte ihren Landsitz Inisfada den Jesuiten und lebte meist in Rom in ihrer Villa auf dem Gianiculo, 
wohin sie viele prominente Gäste aus dem katholischen Umfeld einlud. 1937 heiratet sie den irischen 
Botschafter beim Heiligen Stuhl William J. Babington Macaulay. Völlig überraschend verstarb sie bereits 
1938. 

79 




[3] 

"Duchess" Genevieve Garvan Brady (Ausschnitt aus dem obigen Bild) 

1. http ://4. bp.blogspot.com/-BtpnRu_wcII/TbgY3pPfkgI/AAAAAAAAAWI/VYGG6yAzyG0/sl600/CardinalPacelli. jpg 

2. http ://l. bp.blogspot.com/-SVkZsVRRnSo/Tbgq-3MIdNI/AAAAAAAAAWQ/9F-vksDy3TI/sl600/Inisfada. jpg 

3. http ://2. bp.blogspot.com/-_sNwV4ILhK4/TbgZgpVIb4I/AAAAAAAAAWM/F9fKxvFp4to/sl600/Bradly2. jpg 



2.5 Mai 



Gobelins im Patriarchenpalast in Jerusalem (2011-05-21 01:35) 



Im Palast der Lateinischen Patriarchen in Jerusalem hängen zwei Gobelins, auf denen zwei wichtige 
Ereignisse der neueren Geschichte des Ritterordens dargestellt wurden. 




[1] 

Papst Leo XIII gewährt 1888 Damen die Aufnahme in den Ritterorden 

80 




[2] «i^^^aLA " %>. 

Papst Pius X gewährt 1907 als Großmeister den Rittern die "Waffenverzierung" 

1. http ://l. bp.blogspot.com/-BTtMluWqj3c/TdPEjl5VIHI/AAAAAAAAAXA/plpGCe2ieCg/sl600/LeoXIIIklein. jpg 

2. http ://!. bp.blogspot.com/-lqoXbHNlnl4/TdPEr_uyrWI/AAAAAAAAAXE/Xieg7LY-YKA/sl600/PiusXklein. jpg 



Ordensprominenz im Palazzo della Rovere (2011-05-21 01:36) 

Salzburger Ritter wurden im Rahmen einer Pilgerfahrt nach Rom 1992 von Kardinal Caprio in den 
Prunkräumen des Palastes empfangen. Dabei ergab sich ein historisches Gruppenbild: 



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[i] 

Kardinal- Großmeister Giuseppe Caprio, Conte Ludovico Carducci-Artenisio, Principe Enrico Massimo- 
Lancellotti, Botschafter Georg Hohenberg 

Darüber das Bild von Kardinal-Großmeister Tisserand 

Conte Carducci wurde bald darauf General- Gouverneur, später dann General-Statthalter; in beiden Funk- 
tionen folgte er Fürst Massimo-Lancellotti nach. Carducci-Artenisio und Massimo-Lancellotti waren im 

81 



Berufsleben beide Botschafter gewesen. Dr. Georg Hohenberg, Enkel des Thronfolgers Franz Ferdinand, 
war damals österreichischer Botschafter beim Heiligen Stuhl. 

1. http ://2. bp.blogspot.com/-B0rYH99mrzM/TdPGndv3fCI/AAAAAAAAAXI/B9YznDLAC2Y/sl600/Caprioklein. jpg 



Kalligraphie am Beispiel der Bulle Religiosissimo a monumento von Johannes XXIII 
(2011-05-21 01:37) 



Die Kanzleien des Heiligen Stuhls waren immer bemüht, Schriftstücke auch in künstlerischer Form 
auszufertigen. Ein schönes Beispiel ist dafür diese Bulle aus dem Jahre 1962, mit der Johannes XXIII 
das Statut des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem erneuert. 



[1] 



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*tf 




Quelle: [2]http://www. santosepolcro.sicilia.it/documenti. htm 

1. http ://2. bp.blogspot.com/-yDZneRAPZaA/TdToKKxoDTI/AAAAAAAAAXM/Z0PJLpbMH7c/sl600/ppXXIII. jpg 

2. http: //www. santosepolcro. sicilia. it/documenti .htm 



Kustodie des Heilgen Landes (2011-05-21 01:38) 



Seit im Jahre 1342 Papst Clemens VI den Franziskanern die Seelsorge im Heiligen Land anvertraut hatte, 
wirkte die Custodia della Terra Santa aufopferungsvoll im Sinn ihrer Aufgabe. 



Der jeweilige Custos oder Guardian erteilte mit päpstlcher Erlaubnis seit dem Ende des fünfzehnten 
Jahrhunderts bis zum Jahre 1847 den Ritterschlag am Heiligen Grab. 

82 




[1] 

Das Siegel der Kustodie zeigt das Jerusalemkreuz 
Quelle: Custody of the Holy Land 

1. http ://3. bp.blogspot.com/-PtXRIbztlic/TdYwgsfSXeI/AAAAAAAAAXQ/zmwsQ9LiBtc/sl600/SealCustody. jpg 



Insignie (2011-05-21 04:46) 

Die Insignie des Ritterordens vom heiligen Grab zu Jerusalem wird in der Statthalterei Österreich auch 
in einer Sonderausführung verwendet, die der Kunst der alten Ordensjuweliere verpflichtet ist. 




[1] 

1. http ://l. bp.blogspot.com/-rJMeJ4I5aRs/Tdekp-unweI/AAAAAAAAAXg/bEHjbjda9no/sl600/Kreuzlla. jpg 



83 



Hoogstraten - Kapitel in der Katharinenkirche (2011-05-21 10:31) 

Karel Boom (1858 - 1939) stellte in einem historisierendem Bild im Rathaus von Hoogstraten das Kapitel 
der Grabesritter dar. Der historische Hintergrund ist in diesem [l]Post dargestellt. 




[2] 



Quelle: [SjErfgoedbank Hoogstraten 




[4] 

Ein farbiger Ausschnitt aus dem obigen Bild (Original im 2. Weltkrieg zerstört) Quelle: [5]OESSH Brindisi 

1. http: //ritterakademie.blogspot . com/20 10/03/philipp-i i-von-spanien-und-der.html 

2. http ://2. bp.blogspot.com/-dzinRlFLKL4/TdflUPdEuJI/AAAAAAAAAXk/TMQVifiSFN4/sl600/Hoogstraten. jpg 

3. http : //www . erf goedbankhoogstraten . be/php/tref woordl . php?s=4240&tref woord=kerk 

4. http ://l. bp.blogspot.com/-vGjcxuJ3HvM/TeDBWqpHhtI/AAAAAAAAAYA/DYoX74EQ-08/sl600/Croises. jpg 

5. http: //www.oessh-brindisi-ostuni . org/ 



Kaiser Friedrich III (2011-05-26 06:09) 



Der Habsburger unternahm im Jahre 1436, wie auch schon sein Vater Herzog [l]Ernst der Eiserne eine 
Pilgerreise zum Heiligen Grab in Jerusalem, wo er den Ritterschlag erhielt. Dies zeigt deutlich den hohen 
Stellenwert der Würde eines Grabesritters zu dieser Zeit. 

84 



Im gleichen Jahr tauchen in seinem Notizbuch die ersten Entwürfe für sein persönliches Monogramm mit 
den Buchstaben AEIOU auf. Manche glauben, dass der Zeichnung das Jerusalemkreuz als Grundlage 
diente. 




[2] 

Kaiser Friedrich III (von Hans Burgkmair d. A.) 

1. http: //ritt er akademie .blogspot . com/20 10/04/herzog- ernst- der- eiserne- ernestus .html 

2. http ://2. bp.blogspot.com/-XLWXDtZ0KpQ/Td4c00Sdc8I/AAAAAAAAAXw/rJTlHLK3ULM/sl600/FriedrichIIIBurgkmair_ 
d._y„25C3'/„2584. .jpg 



Johann I. von Brienne als typischer Vertreter seiner Epoche (2011-05-28 01:56) 



Das abenteuerliche Leben des Jean de Brienne wird in der [l]Wikipedia sehr interessant beschrieben. Die 
sehr oft völlig verkannte Welt der Lateinischen Könige von Jerusalem spiegelt sich darin wider. 




[2] 

Diese zeitgenössische Miniatur zeigt im Gegensatz zur [3]burgundischen Buchmalerei von 1450 die ganz 
andere Welt des byzantinischen Kulturkreises und kein Jerusalemkreuz, dafür aber das Patriarchenkreuz 
am Szepter. 

85 



1. http: //de .wikipedia.org/wiki/Johann_von_Brienne 

2. http ://4. bp.blogspot.com/-As97ndd0mjE/Td-9ZiS15zI/AAAAAAAAAX8/u95PM_KrjlA/sl600/ JanBrienne.jpg 

3. http: //grabesritter .blogspot . com/20 10/04/ Johann- i-von-brienne .html 



Grabesritter in Spanien (2011-05-28 03:34) 

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem entwickelte in Spanien ein landesspezifisches Eigenleben. 
In Angleichung an die königlichen Ritterorden wurden nur Aristokraten aufgenommen, die Statthalterei 
nannte sich Capitulo noble und jeder Ritter trug den Kapitularmantel (mit Halskrause und um eine 
Schleppe verlängert), den in anderen Ländern nur die Statthalter tragen. Auch das Barett erhielt eine 
andere Form und wird mit einer Feder geschmückt. Auch tragen die Ritter um den Hals das Patri- 
archenkreuz als Pektorale. 




[1] 

Spanische Ritter vom heiligen Grab in Prozession Quelle: [2JOESSH Brindisi 

1. http ://l. bp.blogspot.com/-r9smZ0wq0k0/TeDMRPxd70I/AAAAAAAAAYE/PV891rsmf50/sl600/Spanien. jpg 

2. http: //www.oessh-brindisi-ostuni . org/ 



2.6 Juni 

Ulrich Ketzel (2011-06-06 02:29) 

Der Nürnberger Patrizier Ulrich Ketzel erhielt - so wie innerhalb von zweihundert Jahren viele andere 
aus seiner Familie - 1462 den Ritterschlag am Heiligen Grab. Bemerkenswert ist die bildliche Auflistung 
seiner zahlreichen Mitgliedschaften in Ritterorden, die für diese Zeit - "Herbst des Mittelalters" - nicht 
untypisch ist. 

86 




[1] 

Pilgertafel der Ketzel in Nürnberg 

1. http ://4.bp. blogspot.com/-bzyDssY_QnM/TeusG5fhZQI/AAAAAAAAAYI/itHH_nZXYRU/sl600/Ketzel. jpg 



2.7 August 



Bernhard von Clairvaux (2011-08-22 02:19) 




ernhard von Clairvaux, über dessen Leben in der Wikipedia leicht nachgelesen 
werden kann, ist für die Geschichte und das Verständnis christlichen Rittertums von größter Bedeutung. 



In seinem Schreiben an die Tempelritter legt er seine Ideen dar (zwei Zitate): 



Das weltliche Rittertum 



Was ist der Zweck, was die Frucht dieser weltlichen, ich nenne sie nicht Rit- 
terschaft, sondern Verderbtheit, wenn dabei sowohl der Tötende eine Todsünde 
begeht als auch der Getötete ewig zugrunde geht? In der Tat - ich bediene mich der 
Worte des Apostels: Der Pflüger wie der Drescher sollen ihre Arbeit in der Erwartung tun, 
ihren Teil zu erhalten." (1 Kor 9,10) Welch staunenerregender Irrtum also, ihr Rit- 
ter, welch unerträgliche Raserei, Kriegsdienst zu leisten unter so vielen Auslagen 



87 



und Mühen! Bei keinem anderen Sold als entweder Tod oder Verbrechen! Ihr be- 
deckt eure Pferde mit seidenen Decken und eure Panzer mit allen möglichen Überhängen und 
Tüchern; ihr bemalt die Speere, die Schilder und die Sättel; die Zügel und Sporen schmückt ihr 
ringsum mit Gold und Silber und Edelsteinen; mit so großer Pracht eilt ihr in beschämender 
Raserei und schamlosem Stumpfsinn in den Tod. Sind das militärische Abzeichen oder nicht 
vielmehr weibischer Putz? Meint ihr vielleicht, daß der Dolch des Feindes vor dem Gold 
zurückscheut, die Edelsteine schont und die Seide nicht zu durchbohren vermag? Schließlich 
gibt es für den Kämpfenden, was ihr ganz sicher öfters erfahrt, drei Bedingungen, die beson- 
ders notwendig sind, nämlich: Der tapfere und fleißige Ritter sei umsichtig, um sich selbst zu 
schützen; er sei frei zur Bewegung und beherzt zum Treffen. Ihr aber laßt euren Haarschmuck 
nach Weiberart wachsen, wodurch ihr euch noch die Sicht erschwert; ihr verwickelt eure 
Schritte in lange, kostspielige Hemden, ihr versenkt eure zarten und feinen Hände in weite 
und wallende Ärmel. Obendrein ist das ein ganz leichtfertiger und frivoler Grund, warum 
man einen solchen und so gefährlichen Kriegsdienst auf sich nimmt - was das Gewissen eines 
Bewaffneten noch mehr schrecken sollte. Nur die unvernünftige Leidenschaft des Zorns oder 
die Gier nach eitlem Ruhm oder die Begierde nach irdischem Besitz erregen und wecken unter 
euch Kämpfe und Streitigkeiten. Bei solchen Anlässen gewährt weder das Töten noch das 
Sterben Sicherheit. 
Das neue Rittertum 

Die Ritter Christi aber kämpfen mit gutem Gewissen die Kämpfe des Herrn 
und fürchten niemals weder eine Sünde, weil sie Feinde erschlagen, noch die eigene 
Todesgefahr. Denn der Tod, den man für Christus erleidet oder verursacht, trägt 
keine Schuld an sich und verdient größten Ruhm. Hier nämlich wird für Christus, dort 
Christus selbst erworben. Er nimmt wahrlich den Tod des Feindes als Sühne gern an und 
bietet sich noch lieber seinem Streiter als Tröster dar. Ein Ritter Christi, sage ich, tötet mit 
gutem Gewissen, noch ruhiger stirbt er. Wenn er stirbt, nützt er sich selber; wenn er tötet, 
nützt er Christus. „Denn nicht ohne Grund trägt er das Schwert; er steht im Dienst Gottes 
und vollstreckt das Urteil an dem, der Böses tut, zum Ruhm aber für die Guten." (Rom 
13,4; 1 Pet 2,14) ja, wenn er einen Übeltäter umbringt, ist er nicht ein Menschenmörder, 
sondern sozusagen ein Mörder der Bosheit, und mit Recht wird er als Christi Rächer gegen die 
Missetäter und als Verteidiger der Christenheit angesehen. Wenn er aber selbst umgebracht 
wird, ist es klar, daß er nicht untergegangen, sondern ans Ziel gelangt ist. Der Tod, den 
er verursacht, ist Christi Gewinn; wenn er ihn erleidet, sein eigener. Der Christ 
rühmt sich, wenn er einen Ungläubigen tötet, weil Christus zu Ehren kommt. 
Wenn ein Christ stirbt, offenbart sich die Hochherzigkeit des Königs, da der 
Ritter zur Belohnung geführt 'wird. Ja, über ihn wird der Gerechte frohlocken, wenn 
er die Vergeltung sieht. Über ihn sagen die Menschen: Gibt es denn für den Gerechten 
einen Lohn? Gewiß, es gibt einen Gott, der auf Erden Gericht hält (Ps 57,llf) Allerdings 
dürfte man die Heiden nicht töten, wenn man sie auf einem anderen Weg von den 
maßlosen Feindseligkeiten und von der Unterdrückung der Gläubigen abhalten 
könnte. Nun aber ist es besser, daß sie beseitigt werden, als daß das Zepter des Frevels 
auf dem Erbland der Gerechten lasten soll, damit die Gerechten nicht etwa ihre Hände nach 
Unrecht ausstrecken. 

Quelle: [1] Brief an die Tempelritter 

Das ist - fast tausend Jahre später - für uns befremdlich zu lesen; das bedeutet aber nicht, dass man den 
heiligen Bernhard vorschnell in die Ecke der politischen Unkorrektheit stellen darf. Man vergleiche etwa 
die Doktrin der US-Politik damit! 
Allen Rittern ist die ernsthafte und faire Auseinandersetzung mit diesem Texten dringend zu empfehlen. 

1. http: //graeupl.net/Bernhard.pdf 



Der heilige Georg (2011-08-29 10:00) 




[1] 



Der heilige Georg ist der Ritterheilige schlechthin. Vorbildlich im kämpferischen Einsatz für Bedürftige 
und standhaft im Martyrium. 

Das Wesen christlicher Vollendung besteht nicht im irdischen Sieg, sondern im "guten Tod", der zum 
ewigen Leben führt. Dieses Bemühen um einen "guten Tod" (der nach dem heutigen säkularen Miss- 
Verständnis das alleinige Produkt der medizinischen Sterbehilfe wäre) sollte noch immer das finale Ziel 
eines christlichen Ritters sein. 

Die früher fromm eingeübte Ars Moriendi ist allerdings aus dem Gedächtnis unserer Zeit fast völlig 
verschwunden. 

In dieser Ikone trägt der heilige Georg die "Uniform" eines spätantiken Contiarius (oder Kontophoros), 
der seine Lanze (Contus, Kontos) beidhändig führt (was für einen Reiter nicht einfach ist). 

1. http ://3. bp.blogspot.com/-qf84uIhIZTU/TlJqaig8fLI/AAAAAAAAAZc/lmtE51cLjvw/sl600/georg. jpg 



Krise der Ritterorden? (2011-08-29 10:17) 

Wie wird heute ein (päpstlicher) Ritterorden gesehen (oder auch missverstanden) ? 



Als Dekoration für Honoratioren 

Als elitärer Club 

Als katholischer Geheimbund 

Als Beweis besonderer Frömmigkeit 

Als Wichtigtuer- Verein 



89 



• Als esoterische Vereinigung 

• Als Serviceclub (wie Rotary, Lions) 

• Als wohltätige NGO 

• und so weiter.... 

Wenn katholische Pfarrer in Osterreich zum Ungehorsam gegen die Bischöfe und den Papst aufrufen, so 

darf man sich über das Alles nicht wundern. Diese Form von Kirche ist augenscheinlich in Auflösung 

begriffen. 

Davon kann sich auch ein Ritterorden kaum emanzipieren. Wie sollen Damen und Ritter sich noch 

ernsthaft zum Respekt - geschweige denn zum Gehorsam - gegenüber kirchlich Vorgesetzten verpflichtet 

fühlen, wenn die geweihten Priester das verweigern? Wer versteht noch, was "dienen" bedeutet? 

Dagegen hilft wahrscheinlich nur demütiges Gottvertrauen und das Gebet. 




[1] 

Ecce Homo! (Schongauer Ecce Homo) 



1. http ://4. bp.blogspot.com/-KK7K4UkPDlk/TlKXEZC3L4I/AAAAAAAAAZk/NFVLi_67c9c/sl600/SchongauerEcceHomo. jpg 



Erzbischof Edwin Frederick O'Brien Pro-Großmeister des Ritterordens vom Heiligen 
Grab zu Jerusalem (2011-08-29 10:19) 

Der Heilige Stuhl hat am 29. August 2011 verlautbart: 



II Santo Padre Benedetto XVI ha accolto la rinunzia presentata dall Em.mo Signor Cardinale John Patrick 
Foley alFincarico di Gran Maestro delVOrdine Equestre del Santo Sepolcro di Gerusalemme ed ha nom- 
inato Pro- Gran Maestro del medesimo Ordine Equestre S.E. Mons. Edwin Frederick O'Brien, finora 
Arcivescovo di Baltimore. 

90 



Damit ist also Erzbischof Edwin Frederick O'Brien ab sofort Pro-Großmeister des Ritterordens vom 
Heiligen Grab zu Jerusalem. 



[1] 




1. http : //l . bp . blogspot . com/-YA9-kFgEvbM/TltzSUDj4yI/AAAAAAAAAZo/yDRXgii8TcM/sl600/Archbishop_Edwin_F . _0_ 
Brien_of .Baltimore .jpg 



91 



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Edited: December 29, 2011